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Verträge enden vorher: Harnik und Co. in Relegation spielberechtigt?

© imago images / Oliver Ruhnke

Wenn alles nach Plan läuft, findet am 28. Juni der letzte Zweitliga-Spieltag statt. Für den Hamburger SV könnte es durch eine mögliche Relegation jedoch wieder einmal in die Verlängerung gehen. Problem in diesem Jahr: Einige Spielerverträge enden bereits vor den Aufstiegsspielen, gerade bei den Leihspielern könnte es Probleme geben.

Unklare Vertragssituation bei Relegationsspielen

Noch schielt der Hamburger SV auf einen direkten Aufstiegsplatz. Mit der Bundesliga planen können die Elbstädter allerdings keinesfalls, momentan liegen die Rothosen auf dem Relegationsrang. Sollte es tatsächlich zu den Entscheidungsspielen am 2. und 6. Juli kommen, droht dem HSV ein Vertragsproblem. Denn viele Spielerverträge laufen bereits am 30. Juni aus.

HSV-Sportvorstand Jonas Boldt ist also in Verhandlungen über kurzfristige Verlängerungen gefragt, die Deutsche Fußball-Liga (DFL) hat eine Vorlage für derartige Fälle formuliert. Adrian Fein, Louis Schaub, Martin Harnik, Joel Pohjanpalo, Jordan Beyer, Timo Letschert, Christoph Moritz und Jairo Samperio sind offenbar auch bereit, einen entsprechenden Zusatz zu unterzeichnen. Gerade bei den Leih-Spielern Fein, Schaub, Harnik, Pohjanpalo und Beyer könnte es trotzdem kompliziert werden.

"Das gehört sich aus Gründen des Fairplay"

Bestes Beispiel für mögliche Schwierigkeiten: Der Fall Harnik. Der Angreifer ist von Erstligist Bremen ausgeliehen, Werder könnte jedoch selbst auf Bundesliga-Rang 16 landen und somit an den Relegationsspielen teilnehmen. Klar ist: Für Bremen dürfte Harnik nicht auflaufen. Dennoch könnten die Grün-Weißen durchaus Interesse daran haben, seinen Einsatz zu verhindern.

Werders Sportchef Frank Baumann bewies gegenüber "Bild" Sportsgeist: "Es ist vom HSV noch niemand auf uns zugekommen, dementsprechend gab es wegen Martin noch keine Gespräche. Wenn es dazu kommen sollte, dass der HSV in der Relegation spielt, dann gibt es bei uns ein klares Verständnis, dass man den Spieler freistellt – unabhängig vom Gegner. Das gehört sich aus Gründen des Fairplay und der Wettbewerbsintegrität."