VfB Stuttgart nach Derby-Erfolg gegen den KSC auf Kurs
In der noch jungen Saison ist beim VfB Stuttgart schon einiges passiert. Nach dem mäßigen Start und der 1:2-Heimpleite gegen Heidenheim warf Trainer Jos Luhukay das Handtuch. Nachfolger wurde Hannes Wolf, der zuvor sehr erfolgreich in der BVB-Jugend gearbeitet hatte, aber im Profi-Bereich noch über keine Erfahrung verfügte. Die Wahl schien daher nicht ganz risikofrei, scheint sich aber auszuzahlen. Ähnlich turbulent wie auf der Trainerbank geht es bislang auf dem Platz zu. Bittere Enttäuschungen wie der 0:5-Aussetzer in Dresden wechseln sich mit Erfolgen ab. Nach dem jüngsten 3:1 im badisch-schwäbischen Derby beim Karlsruher SC ist die Stimmung im Klub wieder bestens - und der VfB sportlich auf Kurs.
Terodde: "Wir sind überglücklich und genießen diesen Sieg“
Nach elf Spieltagen ist der Deutsche Meister von 2007 hinter Eintracht Braunschweig Zweiter. Die Mission „direkter Wiederaufstieg“ wäre also erfüllt, sollte der Tabellenstand auch nach 34 Spieltagen so bleiben. Das Pokal-Aus in Gladbach (0:2) in der zweiten Hauptrunde wirkt sich offenbar nicht nachhaltig negativ aus. Die 90 Minuten beim KSC haben das eindrucksvoll unter Beweis gestellt. "Wir sind überglücklich und genießen diesen Sieg. Nach dem Pokal-Spiel haben wir auf dieses Duell hingefiebert. Hier 3:1 zu gewinnen ist sensationell. Wir hatten es uns zum Ziel gesetzt, nach 90 Minuten vor unseren Fans zu jubeln. Das haben wir geschafft“, freute sich Stürmer Simon Terodde, der in der 46. Minute zum 2:0 für den VfB traf. Zuvor besorgte der Japaner Asano die frühe Führung (10.), eher KSC-Akteur Moritz Stoppelkamp in der 51. Minute den Anschluss herstellte. Alexandru Maxim sicherte kurz vor Schluss den Dreier für die Schwaben.
Am Sonntag hat der VfB Zuhause gegen Arminia Bielefeld die Chance nachzulegen und den Druck auf Spitzenreiter Braunschweig, derzeit drei Zähler vor dem VfB, zu erhöhen. Gegen auswärts noch sieglose Ostwestfalen stehen die Chancen nicht schlecht.