VfL Bochum: Das dritte 1:1 im dritten Heimspiel – Warum?

Am Freitagabend empfing der VfL Bochum den KSC – die erwartete Zuschauerzahl wurde dabei sogar übertroffen. Über 21.000 Zuschauer verzeichnete der VfL an diesem frühen Freitagabend, für den VfL eine grandiose Zahl. Ein weiteres Zeichen dafür, dass das Umfeld des einst „unabsteigbaren“ Bundesligisten wieder an seinen VfL glaubt. Zwar wurde nur das dritte Remis (1:1) im dritten Heimspiel eingefahren, gegen den starken Gast aus Karlsruhe darf der Punkt aber durchaus als Punktgewinn gesehen werden. Manuel Torres brachte die Badener dabei in Führung, Yusuke Tasaka glich nach etwas mehr als einer Stunde verdientermaßen aus.

Starker Start – dann enttäuschend

Der VfL begann gut und hatte durch den sehr offensiv agierenden Timo Perthel früh zwei Schusschancen. Der KSC hatte in der frühen Anfangsphase Probleme, ins Match zu kommen, die sonst so sattelfeste Defensive der Badener zeigte dabei ungewohnt viele Unsicherheiten auf. Dies änderte sich nach dem überraschenden Führungstor, das für den VfL in der Entstehung vermeidbar war: Weder Stefano Celozzi noch Marco Terrazzino konnten Dennis Kempe beim Flanken stören, Manuel Torres nickte vor Timo Perthel ein. Beide Außenverteidiger waren am Gegentreffer nicht schuldlos, im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit spielte insbesondere Manuel Torres den fortan neben sich stehenden Timo Perthel schwindelig. Die Karlsruher hatten weitere Großchancen, nutzten aber keine. Vom VfL kam in dieser Phase kaum etwas produktives, somit ging es mit einer zu knappen Führung für den KSC in die Katakomben.

Mit Gregoritsch wurde es besser

Peter Neururer änderte zur Pause nicht viel: Lediglich die Außenverteidiger wurden deutlich defensiver eingestellt, außerdem musste vor dem Seitenwechsel schon Patrick Fabian mit einer Gehirnerschütterung ausgewechselt werden. Fortan hatte der VfL wieder mehr vom Spiel, wurde dabei aber nicht wirklich gefährlich. Im Aufbauspiel wurden trotz guten Debüts von Malcolm Cacutalua (kam für den angesprochenen Fabian) zu viele Fehler gemacht, es war kein Tempo im Spiel. Dies änderte erst Michael Gregoritsch, dessen Einwechslung wie ein Türöffner für den VfL wirkte. Seine schnelle, schlaksige Art brachte den KSC das ein oder andere Mal in Bedrängnis – und nach etwas mehr als einer Stunde auch zum Gegentor. Yusuke Tasaka stand nach einem abgefälschten Schuss von Danny Latza goldrichtig und netzte ein.  Nach dem Ausgleich entwickelte sich eine spannende Schlussphase mit Chancen auf beiden Seiten – es blieb aber beim Remis, mit dem unterm Strich alle Beteiligten leben konnten. Für den VfL das dritte 1:1 im dritten Heimspiel – für die Ansprüche des VfL eigentlich zu wenig. Solange aber auswärts die Dreier geholt werden, müssen sich die Bochumer Verantwortliche keine Sorge um Unruhe machen. Der nächste Dreier soll am kommenden Samstag (13:00) geholt werden. Dann ist der VfL Bochum am Bornheimer Hang beim FSV Frankfurt zu Gast.

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