VfL Bochum findet gegen Aalen in die Erfolgsspur zurück

Nach zuletzt vier Niederlagen in Serie gelang dem VfL Bochum in Aalen endlich wieder ein Sieg. Mit einem 4:2-Auswärtserfolg trat man die Rückreise von der Ostalb an und dürfte die Abstiegssorgen nun endgültig ad acta legen.

Effizienz in Hälfte eins

Wie ein Team, das zuletzt viermal hintereinander verloren hat, traten die Bochumer wahrlich nicht auf. Gegen die seit sieben Spielen ungeschlagenen Aalener war der VfL von Beginn an sehr präsent. Vor allem das Startelf-Comeback von Linksverteidiger Timo Perthel erwies sich als Stärkung im Spiel der Verbeek-Elf. Perthel war es auch, der in der 16. Minute seinen Gegenspieler aussteigen ließ, eine präzise Flanke schlug, die Onur Bulut am langen Pfosten erreichte, welcher mit seinem ersten Zweitliga-Tor die Führung für die Bochumer erzielte. Bulut stand kurz danach ebenfalls wieder im Mittelpunkt des Geschehens. Nach einem „Bodenkampf“ mit Aalens Arne Feick schickte Schiedsrichter Dankert beide Akteure vorzeitig zum Duschen. Die neu entstandene Zehn- gegen-Zehn Situation schien den Bochumern besser zu liegen. Sie übernahmen das Kommando, machten viel Tempo und drängten die Aalener immer weiter zurück. In der 32. Minute erzielte Torjäger Simon Terodde nach einer Ecke dann auch folgerichtig das 2:0 für die Bochumer. So ging es auch in die Kabine.

Kuriose zweite Hälfte

Die zweite Halbzeit hatte für die Zuschauer dann einiges zu bieten. Die Bochumer kamen stark aus der Kabine und hätten durch Simon Terodde 3 oder gar 4:0 in Führung gehen können. Aalen fand überhaupt nicht mehr ins Spiel und so war es Marco Terrazzino, der nach einer starken Vorarbeit von Michael Gregoritsch das 3:0 erzielte (54.). In der 62. Minute sorgte Collin Quaner mit einem spektakulären Eigentor nach einer Hereingabe von Stefano Celozzi für das 4:0 für die Bochumer. Das Spiel schien eigentlich entschieden, doch es wurde aus Bochumer Sicht nochmal unnötig spannend. Nach einem Foul von Patrick Fabian erzielte Markus Steinhöfer per Elfmeter den Anschlusstreffer (66.) und Orhan Ademi ließ sein Team in der 75. Minute sogar noch auf zwei Treffer rankommen. Der VfL hatte in dieser Phase erhebliche Probleme im eigenen Spielaufbau und ging die Sache etwas zu nachlässig an, hätte durch Thomas Eisfeld aber auch noch erhöhen können. Die VfL-er retteten den Zwei-Tore Vorsprung letztendlich aber über die Zeit und gingen als verdienter Sieger vom Platz.

Verbeek sieht typischen VfL

VfL-Coach Gertjan Verbeek war ob dieser unnötigen Spannung in den Schlussminuten nicht vollends zufrieden: „Ich glaube, dass wir ein Spiel gesehen haben, das für den VfL nach der Winterpause symptomatisch ist. Selbst nach dem 4:0 haben wir keine Ruhe reinbekommen.“ Ähnliche Worte fand Kapitän Patrick Fabian: „Der Sieg war enorm wichtig für uns, aber es geht nicht, dass wir nach dem 4:0 so leichtfertig auftreten.“ Nichtsdestotrotz dürfte der Sieg extrem wichtig für das Selbstvertrauen der Bochumer gewesen sein. Mit nun sieben Punkten Vorsprung auf die Abstiegsregionen, hat man in noch drei verbleibenden Spielen den Klassenerhalt quasi sicher. Vielmehr können sich die Bochumer auf die oberen Plätze konzentrieren. Die Ränge sieben und acht sind nur drei Punkte entfernt.

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