VfL Bochum: Punkt für die Moral
Der VfL Bochum konnte am 14. Spieltag beim 2:2 in Dresden nach zuvor zwei Auswärtsniederlagen wieder einen Zähler einfahren.
Arge Verletzungsprobleme
Es wirkt mittlerweile schon teilweise kurios, wenn Gertjan Verbeek auf den Pressekonferenzen vor den Spielen über die Personallage spricht. So konnte der VfL die Reise nach Dresden nur mit 17 Spielern antreten. Youngster Gökhan Gül gab sein Profi-Debüt. Doch die Mannschaft, die so noch nie zusammenspielte, machte es in Dresden ordentlich. Der VfL begann mutig und ging durch Johannes Wurtz nach einer klugen Eckball-Variante verdient in Führung (15.). Doch die Dresdener zeigten, weshalb sie derzeit zurecht im oberen Drittel der Tabelle stehen. Innerhalb von acht Minuten drehten die Gastgeber die Partie. Zunächst war es Aias Aosman, der die VfL-Führung nach einer Gogia-Flanke egalisierte. Dann verlor Arvydas Novikovas im Zentrum den Ball, dieser erreichte Kutschke, der dann für die 2:1-Halbzeitführung sorgte.
Nach dem Seitenwechsel hatte der VfL dann zunächst Glück, nicht höher in Rückstand zu geraten. Riemann parierte stark gegen Aosman (50.); Berko traf nach einer Ecke nur den Pfosten (57.). Doch der VfL überstand diese Phase und kämpfte sich zurück in die Partie. Peniel Mlapa zog aus kurzer Distanz aufs kurze Ecke, Dynamo-Keeper Schwäbe stand richtig, bekam den Ball aber schmerzhaft ins Gesicht. Fünf Minuten vor dem Ende machte es Mlapa dann besser. Nach einer Flanke von Jan Gyamerah, war der VfL-Stürmer zur Stelle und sorgte per Kopf für das späte, aber doch verdiente 2:2 (85.).
„Leidenschaft, Sieges- und Kampfeswille“
Im Anschluss der Partie waren die Akteure im VfL-Lager zufrieden mit den Punktgewinn. Tim Hoogland lobte die Einstellung seiner Mitspieler: „Alles in allem ist der Punkt aufgrund der ersten Halbzeit und der Schlussphase verdient. Großen Respekt an all unsere jungen Spieler, die Jungs haben auf jeden Fall eine Duftmarke gesetzt. Leidenschaft, Sieges- und Kampfeswille waren heute hervorragend.“ Auch Torschütze Johannes Wurtz schlug in die gleiche Kerbe: „Großes Kompliment an unsere jungen Spieler, die sich in diesem Hexenkessel sehr gut präsentiert haben. Auf diesem Platz war es sehr schwer Fußball zu spielen. Also mussten wir über die Zweikämpfe kommen und das haben wir in meinen Augen auch gut gemacht. Man hat heute gesehen, wie gut die Moral in unserer Truppe ist.“
Nun hat der VfL bis zum kommenden Sonntag Zeit bis das nächste Spiel ansteht. Dann muss die Verbeek-Elf bei Arminia Bielefeld ran und kann vielleicht auf den einen oder anderen Rückkehrer hoffen.