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Viertes Spiel ohne Gegentor: BTSV jetzt eine Festung

© IMAGO / Carmele/tmc-fotografie.de

Eintracht Braunschweig zeigte in Karlsruhe einmal mehr eine konsequente Defensivleistung, sodass sich die Niedersachen beim 0:0-Remis einen Punktgewinn erspielten. Bis in die Schlussphase hinein sah Cheftrainer Daniel Meyer dabei eine Leistung, die vielleicht sogar mehr verdient gehabt hätte. Doch am Ende hatte der BTSV auch Glück mit dem Videoassistenten.

"Spielglück erarbeitet"

"Wir haben über weite Strecken ein sehr gutes Auswärtsspiel gemacht. Bis zur 75. Minute hätte ich gesagt, dass es zwei verlorene Punkte sind", analysierte der Braunschweiger Übungsleiter kurz nach dem torlosen Remis in Karlsruhe, welches bereits das vierte Spiel in Folge ohne Gegentreffer für die Niedersachsen war. Aber der BTSV musste auch tief durchatmen. In der 88. Spielminute traf Nico Klaß seinen Gegenspieler leicht im Strafraum um, sodass Schiedsrichter Florian Heft auf einen Strafstoß für die Hausherren entschied. Erst der Videoassistent klärte auf, dass zuvor Philipp Hofmann die Szene per Abseitsstellung hinfällig machte.

"Dass der Elfmeter zurückgenommen wurde ist ein Stück weit glücklich für uns. Dieses Spielglück haben wir uns in den vergangenen Wochen erarbeitet", sah BTSV-Innenverteidiger Brian Behrendt demnach sogar eine gewisse Bestätigung in der Entscheidung, die letztlich den Punktgewinn für die Braunschweiger begünstigte. Zuvor waren die Braunschweiger allerdings, wie schon von Meyer gedeutet, über mehrere Phasen das bessere Team. "Wir hatten eine gute Struktur im Spiel und viele gute Aktionen Richtung Strafraum. Durch Dong-Won Ji hatten wir die größte Chance, um in Führung zu gehen", ärgerte sich der Coach darüber, dass der Spielverlauf einen Braunschweiger Sieg nicht noch mehr begünstigte.

Defensive des BTSV steht

Dann kam allerdings die Schlussphase, in welcher auch der KSC einen Gang hochschaltete. "Es war dann viel Wildes mit dabei und viele lange Bälle, die schwierig zu verteidigen waren", beurteilte Meyer die Szenen, die durch die Hereinnahme eines zweiten Stoßstürmers seitens des KSC erfolgten. Angesichts der gegentorlosen Serie nahm der Braunschweiger Übungsleiter das Ergebnis daher zwar dankend an, doch es hätte mehr sein dürfen: "Wir nehmen den Punkt so mit, hätten uns aber ganz tief im Inneren mehr gewünscht und auch mehr verdient gehabt."

Für Braunschweig war es entsprechend bereits das vierte Spiel ohne Niederlage, der BTSV holte somit zuletzt acht Punkte im Abstiegskampf. Der verdiente Lohn? Ein Nicht-Abstiegsplatz. "Wir haben uns die letzten Wochen und Monate als gesamte Mannschaft im Verbund defensiv verbessert", sah auch Angreifer Nick Proschwitz die Verbesserungen gegenüber der Hinserie, als Braunschweig noch zu den Schießbuden der Liga gehörte. Klar ist, dass der Aufsteiger nun keinen Prozentpunkt nachlassen darf, wie auch Proschwitz betonte: "Ich bin froh, dass es uns in der Defensive zurzeit so gut gelingt. Ich hoffe, dass es so weiter geht."