• Facebook
  • Twitter

Vom Jäger zum Gejagten: VfL hat "jetzt etwas zu verteidigen"

© imago images / Pressefoto Baumann

Aus dem Jäger wird der Gejagte! Das 1:1-Remis des VfL Bochum war der erste Punktverlust nach vier Siegen in Folge. Anhand der Tabellensituation beider Teams erwarteten nicht wenige Fans den Sieg. Vom Aufstieg spricht Cheftrainer Thomas Reis allerdings noch nicht – aber davon, dass der VfL jetzt etwas zu verteidigen hat.

"Das ist der Anspruch"

Eine Siegesserie zwischen den Jahren brachte den VfL Bochum geradewegs auf den zweiten Tabellenplatz, dort rangiert das Team von Cheftrainer Thomas Reis nun zwischen dem großen Favoriten aus Hamburg und dem Bundesliga-Absteiger aus Düsseldorf. "Jetzt haben wir etwas zu verteidigen. Das ist der Anspruch, den wir an uns selbst haben", erklärt der Coach gegenüber der "Bild"-Zeitung, dass sich die Ausgangslage beim Revierklub inzwischen verändert hat. Bochum ist nicht mehr der Jäger.

Aber Reis dämpfte die Erwartungen. "Wir werden sicher nicht immer Hurra-Fußball spielen", kündigt der Erfolgstrainer an, der seit seiner Amstübernahme einen Zweitliga-Schnitt von 1,67 Punkten pro Spiel vorweisen kann. Hinzu kamen Siege im DFB-Pokal, wie zuletzt gegen Bundesligist Mainz. Bochum bleibt demütig, aber: "Was wir haben, wollen wir uns auch nicht mehr nehmen lassen!"

Reis ordnet Erwartungen ein

Fakt ist, dass Bochum vom Punkteschnitt her das drittbeste Team des gesamten Jahres 2020 – und damit auch saisonübergreifend – war. Ein Remis gegen Abstiegskandidaten wie Sandhausen gehören mittlerweile zu der Kategorie der ärgerlichen Punktverluste. "Weil die Mannschaft nun einen anderen Anspruch an sich hat, haderten einige, das 1:1 sei eine gefühlte Niederlage. Blödsinn", argumentiert Reis dagegen und hebt das Positive heraus: "Zu Saisonbeginn hätten wir solch ein Spiel wahrscheinlich verloren. So wie in Braunschweig." Dort setzte es am 4. Spieltag die erste von nur vier Saison-Niederlagen. Eine Quote, mit der Bochum wohl bis zum Ende oben mitspielen wird.