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"Von jedem Einzelnen zu wenig": Kiel lässt wiederholt Konstanz vermissen

© IMAGO / Zink

Holstein Kiel setzt einen Weg mit wenig Konstanz fort, denn beim 1. FC Nürnberg gab es für die Störche erneut eine 1:2-Niederlage. Abwehrspieler Julian Korb gelang ein sehenwerter Anschlusstreffer, doch die Aufholjagd von Marcel Rapp und seiner Mannschaft kam zu spät. Erst nach den Gegentreffern kam Druck von den Gästen – das war allen Beteiligten zu wenig.

Einigkeit beim Leistungsschwund

"Wir haben es den Nürnbergern zu leicht gemacht", fasste Fin Bartels die Partie der Kieler beim Club zusammen, mehr Erklärung hätte es fast nicht bedurft. Nach sechs Zeigerumdrehungen lagen die Störche bereits zurück und mussten wieder einem Rückschlag hinterher laufen. Auch Cheftrainer Marcel Rapp legte den Finger daher in die Wunde: "Wir müssen uns vorwerfen, dass wir in der ersten Halbzeit zu viele Ballverluste hatten und den Gegner quasi zum Umschalten eingeladen haben." Hinten heraus habe man es dann zwar besser gemacht, aber das "war deutlich zu wenig von dem Anspruch her, den wir haben".

Gerade fußballerisch konnte Kiel dem FCN nur wenig entgegensetzen. "Wir hatten zwar selbst auch Möglichkeiten und hätten einige Angriffe noch besser zuende spielen können, aber insgesamt müssen wir uns ankreiden lassen, dass wir es heute dem Gegner zu leicht gemacht haben", so Bartels. Zustimmung erhielt er von Stefan Thesker. "Es war heute von jedem Einzelnen zu wenig", kreidete der Innenverteidiger insgesamt an. Ein Tor von Julian Korb – eine Volley-Abnahme aus 20 Metern direkt ins rechte Eck – verbesserte die Stimmung nicht.

Sorgen in Kiel wachsen wieder

Auch KSV-Geschäftsführer Uwe Stöver war mit dem Ergebnis nicht zufrieden, zumal den Kielern wiederholt die Konstanz fehlte. "Wir haben nicht an die Leistung gegen Bremen anknüpfen können", ärgerte sich der Sportchef. "In der zweiten Halbzeit war es besser, der richtige Druck folgte allerdings erst nach dem zweiten Gegentreffer." Insgesamt sah der 54-Jährige eine Leistung, die nicht für einen dreifachen Punktgewinn ausreichte. Die Zweitliga-Bilanz von Marcel Rapp bestätigt: Zwei Siege, drei Unentschieden und zwei Niederlagen zeugen von wechselhaften Leistungen.

Gleichzeitig vergrößert die insgesamt siebte Saison-Niederlage wieder die Abstiegssorgen der Störche. Mit 17 Punkten aus 16 Spielen stehen die Kieler zwar aktuell auf Platz 13, doch Hannover und Dresden können mit entsprechenden Leistungen wieder vorbeiziehen – dann wäre die KSV wieder der erste Gejagte auf dem 15. Platz. Im letzten Spiel der Hinrunde geht es somit im Heimspiel gegen Sandhausen (Samstag, 13:30 Uhr) erneut um ein echtes Kellerduell.