Vor Duell mit Magdeburg: Hannover-Coach Leitl fordert "Gier" auf Siege

Auf einen Punkt aus drei Spielen folgte vergangenen Sonntag Hannovers erster Saisonsieg gegen Jahn Regensburg (1:0). 96-Cheftrainer Stefan Leitl erwarte von seinem Team den puren Siegeswillen, um auch am Freitagabend bei Aufsteiger Magdeburg (18:30 Uhr) dreifach zu punkten.

Drei personelle Fragezeichen - mit guten Aussichten

Personell kann der neue Übungsleiter mit Ausnahme des Langzeitverletzen Sebastian Ernst (Achillessehnenriss) und Hendrik Weydandt, der seit einigen Wochen wegen Beschwerden am Lendenwirbel ausfällt, möglicherweise aus dem Vollen schöpfen. Phil Neumann sowie Julian Börner waren nach dem Regensburg-Spiel fraglich, doch beiden trainierten am Mittwoch mit, wie Leitl am selben Tag auf der Spieltagspressekonferenz mitteilte.

Nach Rücksprache mit der medizinischen Abteilung und "dem Feedback der Jungs" werde feststehen, ob es für einen Einsatz am Freitagabend reicht. Beim jüngst erkrankten Gaël Ondoua gehe der ehemalige Kleeblatt-Coach "davon aus, dass er dann morgen auch ins Training einsteigen kann", nachdem dieser am Vortag "ein paar Runden gedreht" hat.

"Gute Kompaktheit und eine gute Organisation" verlangt

Zwischen den beiden Ligapartien gegen Regensburg und in Magdeburg liege zwar nicht viel Zeit, doch das Hauptaugenmerk habe man bei 96 nicht lediglich auf die "Regeneration gelegt. Gestern wollten wir schon auch noch zumindest einen kleinen Reiz setzen." Bezüglich des Matchplans gegen den zuletzt zweimal in Folge geschlagenen FCM äußerte Leitl, dass seine Elf diesem "über eine gute Kompaktheit und eine gute Organisation" entgegnen müsse. "Natürlich erhoffe ich mir von meiner Mannschaft, dass sie gierig bleibt und den nächsten Sieg will. Das muss ein Stück weit an Normalität gewinnen: Diese Gier zu haben, Spiele zu gewinnen und alles zu investieren", so Leitl weiter.

Das Team seines Trainerkollegen Christian Titz ordnete er als "eine Mannschaft, die über sehr viel Ballbesitz kommt", ein. "Eine mutige Herangehensweise hat, mit einem guten Gegenpressing und sicherlich mit dem Stadion im Rücken am Freitagabend eine Energie auf den Platz bringen will." Er möge es, dass Titz seine Spielphilosophie "durchzieht", und das "losgelöst von Ergebnissen" sowie "den Leistungsgedanken in den Vordergrund stellt."

"Fußballer geworden, um diese Spiele zu genießen"

Über die Freitagabendkulisse in der MDCC-Arena freue sich der gebürtige Münchner, "auch unsere Fans werden für ordentlich Lautstärke sorgen. Aber deswegen spreche ich auch von Freude - auch deswegen sind wir alle Fußballer geworden, um diese Spiele zu genießen." 2.500 Hannover-Fans sollen es vor Ort werden, wie 96-Pressesprecher Lennart Westphal auf der Mittwochs-PK verkündete.

Das könnte Sie auch interessieren

Auch interessant

Schaltfläche "Zurück zum Anfang"