Vorbereitung: Heidenheim startet mit neuem Sturm in das Jahr 2016
Die Winterpause 2015/2016 war für den 1. FC Heidenheim alles andere als eine besinnliche Zeit. Vor allem nicht für Geschäftsführer Holger Sanwald, der sich explizit um neues Spielermaterial gekümmert hat und das ausschließlich für die Offensivabteilung. Beinahe sämtliche Angreifer des 1. FCH haben den Verein während des Winters verlassen, oder spielen für die Planungen der restlichen Saison keine Rolle mehr. Mit Bard Finne, Denis Thomalla und John Verhoek hat man gleich drei neue Stürmer unter Vertrag genommen. Letztgenannter wird aber erst ab dem Sommer für die Schwaben auf Torejagd gehen.
Erfolgreiche Testspiele in der Türkei
Parallel kümmerten sich Frank Schmidt und dessen Trainerteam um die Fitness und das spielerische Element in der Vorbereitung. Bevor es für die Heidenheimer in das Trainingslager nach Belek ging, stand ein erster Test an. Gegen die Amateure des FC Bayern München zog man noch mit 1:2 den Kürzeren. Im türkischen Belek lief es dann um einiges besser. Wichtig für das Team war auch, dass die beiden Neuzugänge bereits vor der Anreise verpflichtet wurden und somit mehr Zeit hatten, um sich besser in das Team integrieren zu können. Die Bedingungen waren hervorragend, nur der etwas zu böige Wind machte dem einen oder anderen zu schaffen. Auch beim ersten Testspiel im Trainingslager gegen den österreichischen Erstligisten Austria Wien. Nach einem überzeugenden Auftritt gewann man diesen Härtetest mit 2:0. Unter den Torschützen fand sich Neuzugang Thomalla. Ein ähnliches Bild dann im nächsten Spiel. Den Wolfsberger AC (ebenfalls Erstligist aus Österreich) bezwangen die Heidenheimer ungefährdet mit 3:0. Hier trug sich dann erstmals Finne in die Torschützenliste ein. Am Ende eines kräftezehrenden Trainingslagers, stand das Spiel gegen den ukrainischen Erstligisten Dnipro Dnipropetrowsk. Der Europa-League Finalist von 2015 (das Finale wurde gegen den FC Sevilla mit 2:3 verloren) erwies sich als der hartnäckigste Gegner. Besonders die Defensive stand im Fokus und absolvierte eine sehr starke Partie. Dank des Treffers von Finne wurde auch der letzte Test in der Türkei mit 1:0 gewonnen.
Finne sorgt für neuen Schwung in der FCH-Offensive
Eine Woche vor dem ersten Pflichtspiel bei Fortuna Düsseldorf, wurde in der heimischen Voith-Arena gegen den SC Austria Lustenau getestet. 1.500 Zuschauer trotzten der Kälte und dem starken Wind. Viel erwärmendes gab es auf dem Spielfeld aber nicht zusehen. Die Österreicher pressten stark und der FCH hatte damit größere Probleme im Spielaufbau. Mit der ersten schön herausgespielten Aktion über die linke Seite wurde es auch prompt gefährlich. Am Ende legte Finne auf Marc Schnatterer ab, der jedoch aus aussichtsreicher Position verzog. Neben Finne stürmte etwas überraschend Dominik Wiedmann. Zu Beginn des zweiten Spielabschnitts kam dann Smail Morabit für Wiedemann in die Partie und machte gleich auf sich aufmerksam. Einmal mehr ging der Angriff von Finne aus, der Schnatterer steil schickte. Dieser flankte in den Strafraum, Morabit nahm den Ball an und vollendete ins lange Eck. Es folgten zahlreiche Spielerwechsel auf beiden Seiten. Neuzugang Thomalla suchte man aber vergebens, da dieser auf Grund muskulärer Probleme nicht im Kader stand. Das Spiel plätscherte nur noch vor sich hin. Lustenau fand offensiv gar nicht mehr statt, aber auch Heidenheim konnte keine Akzente mehr setzen. Es blieb somit ein Test ohne viel Aussagekraft. Der FCH offenbarte noch einige Schwächen, die man aus der Hinrunde noch kennt, aber zeigte auch in Ansätzen, dass besonders im Offensivspiel gearbeitet wurde, um mehr Durchschlagskraft zu entwickeln. Einen erheblichen Teil dazu bei trug auch Finne, der einer der auffälligsten Akteure beim letzten Testspiel gewesen ist. Wer sein Sturmpartner in Düsseldorf sein wird ist noch offen und Schmidt wird wohl die letzten Trainingseinheiten abwarten und dann eine Entscheidung treffen.