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Walter verfolgt strikten Plan: "Jedes Spiel ist unangenehm"

© IMAGO / Jan Huebner

Hinter dem Hamburger SV liegt der schwächste Start in der noch kurzen Zweitliga-Geschichte des Vereins. Cheftrainer Tim Walter und seine Mannschaft stehen daher schon früh unter Druck, um den Abstand zu den Spitzenplätzen nicht abreißen zu lassen. Der Coach arbeitet weiterhin geduldig am erneuten Umbruch – doch gegen den SV Sandhausen (Samstag, 20:30 Uhr) wird es wohl wieder unangenehm.

"Kennenlernen auf dem Feld"

Drei Siege und ein Unentschieden – das ist die positive Bilanz des Hamburger SV gegen den SV Sandhausen. Aber auch der kommende Gegner hat bereits Erfolge gegen den früheren Bundesliga-Dino gefeiert. Vielen Fans wird dabei vor allem die 1:5-Niederlage vor etwas mehr als einem Jahr in Erinnerung geblieben sein. Auch Cheftrainer Tim Walter verdeutlichte daher einmal mehr: "In dieser Liga ist jedes Spiel unangenehm." Zurückhaltung kann – und darf – es deswegen beim Hamburger SV nicht mehr geben. Normalerweise bricht der HSV nämlich erst in der Rückrunde ein, nun geht es schon stockend los. Der Druck wächst.

"Wir haben die Länderspielpause genutzt, um am Wochenende mal die Köpfe freizubekommen, sind dann aber in eine intensive Trainingswoche mit zwei Doppelschichten gestartet", berichtet Walter von den Erfahrungen in den vergangenen Tagen, in denen er die Balance mit seiner Mannschaft finden wollte. Denn bislang fehlte den Elbstädtern die Ausgewogenheit zu konstanten Ergebnissen, sodass der HSV seit dem Auftaktsieg auf einen weiteren Erfolg wartet. Walter gibt sich zuversichtlich: "Der wichtigste Prozess für die Neuzugänge ist das Kennenlernen auf dem Feld, das Adaptieren der bestehenden Abläufe. Die Neuen sind voller Eifer, aber wir wollen sie erst einmal integrieren."

Walters Vertrauen in hungrige Spieler

Dem Hamburger Umfeld drängt sich die Frage auf, wie lange dieser Prozess benötigt. Zumal es nicht der erste Umbruch im Kader und im Trainerstab der Elbstädter ist. "Für uns geht es momentan darum, die Ausrichtung anzupassen, aber unseren Plan weiter zu verfolgen", richtet Walter seinen Blick voraus – und legt vollstes Vertrauen in seine Spieler: "Wir haben viele hungrige junge Spieler und diesen Weg wollen wir mit allen Jungs weiter gehen." Ein weiteres Erfolgserlebnis würde in dieser Hinsicht sicherlich nicht schaden.

Für Walter ist daher klar: "Wir wollen auf dem Feld die Last auf viele Schultern verteilen, wollen schwer auszurechnen sein." Sogenannte Ankerspieler sollen die jungen Wilden auf dem Rasen stützen, gleichzeitig will der Coach eine Anfälligkeit für gegnerische Konter reduzieren. Man habe daher Respekt vor dem kommenden Gegner, der für sein körperbetontes Spiel bekannt ist, und gleichzeitig wisse der HSV, zu was er fähig ist. "Wir wollen abliefern und ich habe jeden Tag den Ehrgeiz in meiner Mannschaft gesehen", fordert Walter nun, dass seine Jungs dieses Können nun auf den Platz bringen.