Was aus den Abgängen von Fortuna Düsseldorf geworden ist
Zehn Spieler haben Fortuna Düsseldorf im vergangenen Sommer verlassen. liga2-online.de zeigt, was aus ihnen geworden ist.
Top-Vorlagengeber wechselt nach Griechenland
Zwei Abgänge waren bei den Rheinländern von vornherein nicht als Abschiede geplant. So endeten im Sommer zwar die Leihgeschäfte mit Ao Tanaka (Kawasaki Frontale) und Jordy de Wijs (Queens Park Rangers), doch mit einer Summe von rund 1,9 Millionen Euro konnte die Fortuna beide Akteure langfristig an den Klub binden - und wenn der WM-Teilnehmer für Japan und der niederländische Fels in der Brandung fit sind, dann spielen sie unter Daniel Thioune auch. Möglich wurden die Transfers auch durch die Ablösesummen weiterer Abgänge gemacht - zum Beispiel durch Khaled Narey.
Mit acht Toren zählte der Flügelspieler bereits zu den auffälligsten Düsseldorfern des vergangenen Jahres, doch insbesondere die 15 Vorlagen machten ihn auf dem Transfermarkt zu einem gefragten Spieler. Letztendlich schlug PAOK Thessaloniki für 1,5 Millionen Euro zu, seitdem gehört Narey zur Stammformation des Tabellenvierten aus Griechenland. An seine Quote in Düsseldorf kommt er noch nicht heran, trotzdem stehen schon vier Tore und zwei Vorlagen auf dem Papier.
Millionenablöse auch für Piotrowski
Auch der Verkauf von Jakub Piotrowski an Ludogorets Razgrad spülte eine Summe von 1,3 Millionen Euro in die Düsseldorfer Kassen. Der zentrale Mittelfeldmann spielte dadurch schon in sieben verschiedenen Wettbewerben in dieser Saison - inklusive der Champions League-Qualifikation und der Europa League. Immerhin 200.000 Euro zahlte Liga-Konkurrent Kaiserslautern an die Fortuna, um Lex-Tyger Lobinger zu verpflichten. Der Sohn des krebserkrankten Stabhochsprung-Star Tim Lobinger durfte in 15 Joker-Einsätzen sein erstes Zweitliga-Tor im Oktober bejubeln - gegen den Hamburger SV.
Innerhalb der 2. Bundesliga wechselte auch Kai Eisele, der sich dem Karlsruher SC anschloss. Ersatzweise absolvierte der Torhüter zwei Partien zu Saisonbeginn, kassierte aber direkt acht Gegentreffer in einer Phase, als die Badener gegen das Verletzungspech in der Innenverteidigung kämpften. Der 27-Jährige gilt weiterhin als sicherer Rückhalt von Marius Gersbeck. Zwei Ligen abwärts ging es hingegen für F95-Talent Nikell Touglo, der zu den Stammspielern von Viktoria Berlin in der Regionalliga Nordost zählt. Ohne eine Fußverletzung hätte der 21-Jährige wohl mehr als zehn Einsätze in der ersten Saisonhälfte gesammelt.
Bodzek ist noch nicht ganz weg
Den Schritt ins Ausland wagte Florian Hartherz. Gemeinsam mit Erich Berko spielt der Außenverteidiger für Maccabi Netanya in Israel, wo er auch in der Qualifikation zur Europa Conference League antrat - allerdings setzte sich der türkische Erstligist Basaksehir in zwei Duellen durch. In der zweithöchsten Spielklasse der Türkei ist wiederum Edgar Prib anzutreffen, der beim Manisa FK eine neue Heimat gefunden hat. Neben Ex-Dresdner Yannick Stark ist er im zentralen Mittelfeld gesetzt.
Leihstürmer Robert Bozenik kehrte zeitweise zu Feyenoord Rotterdam zurück, um direkt das nächste Leihgeschäft anzustreben. In der portugiesischen Spitzenklasse gelang ihm seitdem ein Treffer in neun Spielen für Boavista Porto. Leonardo Koutris hingegen kehrte nach Leihende im Rheinland zu Olympiakos Piräus zurück, wo er nur eine Partie in der griechischen Liga absolvierte. Sein Winterwechsel zu Pogon Stettin nach Polen steht bereits fest. Thomas Pledl hat noch keinen neuen Verein gefunden, hielt sich aber beim MSV Duisburg und 1860 München in der 3. Liga fit. Seit einiger Zeit stehen Gerüchte um einen Wechsel nach Österreich im Raum. Adam Bodzek hingegen ist der Fortuna trotz "Abgang" treu geblieben, denn der 37-Jährige kickt seit dieser Saison überwiegend für die Zweitvertretung. Fit genug für drei Kurzeinsätze in der 2. Bundesliga war der ehemalige Kapitän trotzdem.