• Facebook
  • Twitter

Werder schon wieder in der Krise: "Behäbig und pomadig"

IMAGO / Nordphoto

Nach nur 14 Punkten aus den ersten zehn Partien ist beim SV Werder Bremen dicke Luft angesagt. Der Saisonstart des Absteigers verlief enttäuschend. Dementsprechend bedient waren Sportchef Frank Baumann und Trainer Markus Anfang nach dem 0:3 beim SV Darmstadt 98.

"Jetzt schon zu viele Punkte hergeschenkt"

Als "sehr behäbig und pomadig" bezeichnete Baumann laut der "Deichstube" den Auftritt der Mannschaft innerhalb der ersten 45 Minuten. Wie schon beim vergangenen Auswärtsspiel in Dresden (0:3) verschlief die Mannschaft den ersten Durchgang. Eine Besserung und damit einen Lerneffekt nach der Pleite bei den Sachsen gab es also nicht: "Das müssen wir schnellstmöglich ändern", so der 45-Jährige. "Sonst wird es eine Saison, in der wir wieder unsere Ziele nicht erreichen." Das Team habe "jetzt schon zu viele Punkte hergeschenkt". Was ebenfalls beunruhigt: Ihn zu vielen Spielen habe die Leistung nicht gestimmt.

"In der ersten Halbzeit habe ich mich oft abgedreht und gedacht: ,Mensch, Jungs! Spielt doch mal nach vorne!‘ Da gab es so viele Räume, da hätten wir ganz viel Druck machen können. Aber wir haben den Ball zurückgespielt. Da hat mir die Überzeugung gefehlt, Torchancen zu kreieren", fand auch Trainer Markus Anfang nach dem Duell bei seinem Ex-Klub deutliche Worte zum Auftritt der Profis deutliche Worte zum Auftritt der Profis, die bereits vier Niederlagen einstecken mussten. Fabian Holland (45.) und Luca Pfeiffer (65./71.) sorgten am Sonntag für den nächsten Rückschlag des SVW bei den Lilien.

"Wir sind aktuell kein Spitzenteam"

Ohne Leidenschaft und Wille hatten die Gäste agiert, die schon fünf Punkte hinter dem Aufstiegs-Relegationsplatz und acht hinter dem Tabellenführer liegen. "So kann man in der 2. Liga keine Spiele gewinnen", meinte Angreifer Marvin Ducksch, der nicht glänzen konnte. Zwar war der Auftritt nach der Pause etwas besser, am Spielausgang änderte das aber nichts mehr. "Wir wollten, dass so etwas wie in Dresden nicht mehr vorkommt und waren heute noch schlechter. Wir sind aktuell kein Spitzenteam, denn sonst würde uns so etwas wie heute nicht passieren", legte Nicolai Rapp den Finger in die Wunde. Weiter geht es für die Grün-Weißen am kommenden Sonntag mit einem Auswärtsspiel beim SV Sandhausen.