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Werder und Werner gutgelaunt in die Pause: "Alle haben dazu beigetragen"

© IMAGO / Joachim Sielski

Mit Ole Werner ist das Spektakel nach Bremen zurückgekehrt! Im dritten Spiel unter dem neuen Cheftrainer gingen die Grün-Weißen erneut als Sieger hervor, was die Bilanz weiterhin makelos erscheinen lässt. Trotzdem merkt der Fußballlehrer an, dass in der Winterpause noch viel Arbeit vor dem SVW liegt. Eine Hinrunde mit Schwankungen ging dennoch zufriedenstellend zu Ende.

"Wurde ein offenes Spiel"

4:0, 3:2, 4:1 – insgesamt schloss Ole Werner die ersten drei Partien als Cheftrainer des SV Werder Bremen mit der vollen Punktausbeute ab. Nun geht es für die Grün-Weißen in die wohlverdiente Winterpause, nachdem gegen Hannover erneut vier Treffer gelangen. So eindeutig, wie es am Ende auf dem Papier aussah, war es für den Coach nicht. "In den seltensten Fällen dominiert man ein Spiel über 90 Minuten lang, schon mal gar nicht irgendwo auswärts", erklärte Ole Werner. "Dann war es tatsächlich so, dass diese eine Chance dazu geführt hat, dass es ein offenes Spiel wurde."

Mehr Konsequenz in der Offensive hätte womöglich verhindert, dass der zwischenzeitliche Ausgleich gefallen wäre. Doch von Unzufriedenheit wollte der 33-Jährige nach Abpfiff keinesfalls sprechen. "Ich gehe mit einem guten Gefühl in die Pause, weil ich hier in den letzten drei Wochen eine gute Zusammenarbeit mit dem gesamten Staff hatte und alle ihren Teil dazu beigetragen", fasste Werner seine Zeit seit dem Amtsantritt zusammen. Elf Tore und drei Gegentore sprechen eine deutliche Sprache, dass es in Bremen wieder bergauf geht. "Insofern ist mein Gefühl positiv, aber ich weiß auch, dass wir noch eine ganze Menge Arbeit vor uns habe", so Werner.

Baumann zieht Hinrunden-Bilanz

In der Tabelle hat sich der SVW wieder bis auf einen Punkt an das Quartett herangeschoben, welches zurzeit den Aufstiegs-Relegationsplatz belagert. Nur Darmstadt (35) und St. Pauli (36) scheinen zurzeit gegenüber den 29 Punkten der Grün-Weißen vorerst davon gezogen zu sein. "Wir haben im Laufe der Hinrunde einige Punkte liegenlassen, weil die Schwankungen einfach zu groß waren", bedauerte Sport-Geschäftsführer Frank Baumann, dass die erste Halbserie nicht ohne Nebengeräusche abgelaufen war. Unter Markus Anfang lief es – auch ohne die Impfpass-Affäre – nicht immer glatt. "Das ist natürlich etwas, das wir in der Rückrunde besser machen müssen. Aber man hat in den letzten Spielen gesehen, dass wir uns als Mannschaft gefunden haben, dass das Team sich insgesamt gefunden hat und dass wir auch die Positivität haben erfolgreich zu sein", blickte Baumann optimistisch voraus.

In der Offensive haben sich vor allem Marvin Ducksch (acht Tore, vier Vorlagen) und Niclas Füllkrug (fünf Tore, sechs Vorlagen) gefunden. Dahinter zeigten Leonardo Bittencourt oder Romano Schmid die ansteigende Formkurve in der Offensive, gleichzeitig zeigten sich Anthony Jungs, Marco Friedl oder auch Milos Veljkovic wesentlich stabiler. Dass beispielsweise Ducksch gegen Ex-Klub Hannover bei seinem Treffer nicht jubelte, spricht wohl auch für den Charakter der Mannschaft. "Ich habe zwar Beleidigungen von außerhalb bekommen, aber mir war trotzdem klar, dass ich, wenn ich hier ein Tor mache, nicht jubeln werde", so Ducksch demütig. Ein Faktor, der jetzt wieder in Bremen mitspielt.