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Weydandt außen vor? 96-Elf besticht mit Neuzugängen

© IMAGO / Claus Bergmann

Hannover 96 hat nach der 0:4-Niederlage in Darmstadt eine Reaktion gezeigt und St. Pauli mit leeren Händen nach Hause geschickt. Stürmer Hendrik Weydandt war daran unbeteiligt, weil er über die gesamte Spieldauer auf der Bank saß. Neun von zehn Neuzugängen standen im Laufe des Spiels dafür auf dem Platz.

"Bestimmt hart für Henne"

Mittelfeldspieler Tom Trybull wechselte in diesem Sommer von Norwich City zu Hannover 96, doch aufgrund einer Corona-Infektion muss der Sechser derzeit pausieren. Trybull ist damit der einzige externe Neuzugang, der beim 1:0-Sieg gegen den FC St. Pauli nicht auf dem Rasen stand. Gleich sechs Neulinge berief 96-Stürmer Jan Zimmermann in die Startelf, drei weitere brachte er von der Bank. Das Ergebnis spricht dafür, dass der neue Coach seine Wunschmannschaft zusammen hat.

Dadurch gibt es zwangsläufig auch Leidtragende. Beispielsweise Hendrik Weydandt, der nach dem Abgang von Marvin Ducksch nicht in dessen Lücke sticht. Stattdessen spielt Lukas Hinterseer – und bereitete den Siegtreffer vor. "Das war bestimmt hart für Henne", äußert sich Zimmermann gegenüber der "Bild"-Zeitung. Dort wurde zuvor über einen Trainingszoff mit Weydandt berichtet. "Das ist kein Thema mehr. Solche Situationen haben wir schon häufiger erlebt", versicherte Zimmermann jedoch. Eingesetzt hat er den Stürmer aber nicht, obwohl sie sich bereits seit Egestorf kennen. Dort begann Weydandts märchenhafter Aufstieg.

Kader reduziert, aber Chance für alle

Gleichwohl betonte der Cheftrainer, dass ihm der neue Konkurrenzkampf in Hannover gefällt. "Ich habe den Jungs gesagt, dass ich harte Entscheidungen treffen muss. Der Weg in die Mannschaft führt über gute Trainingsleistungen", freut sich Zimmermann über die vermehrten Optionen. Der Profi-Kader beziffert nun 24 Feldspieler, dazu kommen die drei Torhüter. Eigengewächse wie Moussa Doumbouya, Jan-Erik Eichhorn und Grace Bokake, sowie der verletzungsanfällige Franck Evina, wurden zur U23-Mannschaft geschickt. Talent Lawrence Ennali verblieb bei den Profis, schaffte es aber nicht in den Spieltagskader. "Er muss sich weiter anbieten", sagte Zimmermann über den 19-Jährigen. Auch Patrick Twumasi, den Hannover gerne verkauft hätte, muss sich weiterhin hinten anstellen. Chancen will Zimmermann aber allen geben.