Weydandt bekennt sich zu 96: "Fühlt sich an wie damals in Egestorf"
96-Stürmer Hendrik Weydandt will über das Saisonende hinaus in Hannover bleiben. Zuletzt kamen Gerüchte auf, dass der Angreifer beim Liga-Konkurrenten aus Karlsruhe auf dem Zettel stand. Unklarer ist dagegen die Zukunft von Cheftrainer Christoph Dabrowksi, der nur in der Funktion des Cheftrainers im Verein bleiben würde.
"Mein Platz ist hier"
Wenn Philipp Hofmann den Karlsruher SC verlässt, dann muss ein geeigneter Ersatzkandidat her. In Hannovers Hendrik Weydandt sah die Gerüchteküche eine Option. Doch der 96-Stürmer schob einem Wechsel nun einen Riegel vor. "Mein Platz ist hier bei 96. Ich sehe keinen Grund, Hannover zu verlassen", sagte der 26-Jährige gegenüber der "Bild"-Zeitung ganz deutlich. Gebürtig stammt der Mittelstürmer aus dem niedersächsischen Gehrden, direkt neben Hannover. Das Verhältnis zum Klub ist eng, die Identifikation zu 96 sehr groß. "Es fühlt sich an wie damals in Egestorf", so Weydandt.
Der 26-Jährige, der für seine Karriere kein Nachwuchsleistungszentrum eines Profi-Klubs besuchte, fühlt sich weiterhin wohl - zumal er noch Vertrag bis 2023 hat und zuletzt auch wieder getroffen hat. "Es war eine schwierige Zeit. Man strotzt nicht vor Selbstvertrauen, wenn man wenig spielt und nicht trifft", blickt Weydandt auf lediglich zwei Saisontreffer zurück. Nun geht er selbstbewusst ins Saisonfinale: "Man darf ja nicht vergessen: Qualität eines Spielers ist das eine. Aber Selbstvertrauen ist mindestens genauso wichtig."
Dabrowski will im Profi-Bereich bleiben
Neben dem Engagement bei Hannover 96 schloss Weydandt zuletzt sein Masterstudium im Bereich Steuerwesen ab. Nach der Karriere als Fußball-Profi geht es dann in eine Kanzlei und ins Steuerberater-Examen - bis dahin sollen aber noch einige Spiele und Tore für 96 folgen. Ob das unter Christoph Dabrowski als Cheftrainer passieren wird, ist unklar. Die Zukunft des aktuellen Übungsleiters soll erst entschieden werden, wenn der Klub den Klassenerhalt geschafft hat. Auch Weydandt weiß: "Der sieglose März war bitter und unnötig. Es ist wichtig, dass man nicht zu schnell zufrieden ist. Dass es zu wenig ist, wenn es Unentschieden steht. Mag sein, dass wir den Februar zu sehr genossen haben. Wir müssen uns selbst jeden Morgen in den Hintern treten."
Kritische Stimmen häuften sich deswegen zuletzt, weil Hannover den positiven Trend unter Dabrowski nicht dauerhaft bestätigen konnte. "Mein Weg wird im Profifußball weitergehen", machte der 43-Jährige jedoch klar, dass er bei den Roten nur als Cheftrainer weitermachen würde. Eine Rückkehr ins NLZ ist für den Neu-Coach keine Option mehr.