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"Wiederaufstieg nicht so einfach": Anführer Prib nimmt Stellung

In einer extrem schwierigen Zeit setzte er ein wichtiges Zeichen: Edgar Prib verlängerte seinen auslaufenden Vertrag bei Bundesliga-Absteiger Hannover 96 und will die Mannschaft künftig anführen. In einem "Sportbuzzer"-Interview äußerte sich der 29-Jährige über seine Ambitionen mit den Roten, das Verhältnis zum Trainer sowie alte Rivalitäten.

"Ich vertraue Herrn Slomka"

"Allein die Tatsache, dass er zurückkommt, hat mich überzeugt." Das Verhältnis von Edgar Prib zu Trainer-Rückkehrer Mirko Slomka ist ohne Zweifel ein besonderes. So musste der neue Hannoveraner Übungsleiter in Sachen Vertragsverlängerung nicht viel Überzeugungsarbeit beim Linksfuß leisten. In einem Telefonat steckten beide die Marschroute für die kommende Spielzeit ab. "Er hat eine gute Idee, was Fußball betrifft. Ich vertraue Herrn Slomka, dass neue Impulse von ihm kommen."

Allerdings ist auch der variable Mittelfeldmann selbst gefordert, immerhin geht er in sein bereits siebtes Jahr bei den Roten. Der Trainer "wird jetzt genauso viel von mir erwarten wie damals. Vielleicht noch etwas mehr als Führungsspieler. Er wird von mir erwarten, dass ich voran marschiere, weil ich ein paar Jahre auf dem Buckel habe." Erwartungen, an denen sich Prib durchaus messen lassen möchte. Nach den schmerzlichen Erfahrungen im Zuge mehrerer schwerer Knieverletzungen sieht sich der frühere Fürther als Anführer, scheut im Fall der Fälle auch nicht vor dem Kapitänsamt zurück. "Da wird es wenige geben, die Ähnliches durchgemacht haben. Deswegen würde die Binde, falls das ein Thema werden sollen, kein Problem sein."

Aufstieg als Pflichtaufgabe? "Nicht so einfach"

Nach dem Abstieg aus dem Oberhaus zählt 96 in der 2. Bundesliga zwangsläufig zum Favoritenkreis. Ein Selbstläufer wird das Unterfangen "Wiederaufstieg" jedoch keinesfalls. "Ich kann mir auch vorstellen, dass man die nächste Saison als Übergang und zum Stabilisieren nimmt."

Denn: "Es könnte sein, dass es mit dem direkten Wiederaufstieg nicht so einfach wird." Das gelte auch dann noch, wenn Hannover auf dem Transfermarkt nachlegen sollte. Immerhin "spielt Hamburg in der Liga, Stuttgart wird oben dabei sein und vielleicht eine Überraschungsmannschaft", blickte Prib voraus. Den Mitabsteiger aus Nürnberg ließ er indes außen vor – nicht ganz zufällig. "Darüber möchte ich mit meiner Fürther Vergangenheit nicht so gerne reden."