"Wir haben noch Spielraum": Titz und Schork über aktuelle Lage

Der 1. FC Magdeburg kam als Drittliga-Meister in die 2. Bundesliga. Dort stehen die Elbestädter nun aber auf einem Abstiegsplatz. Cheftrainer Christian Titz wehrt sich gegen Kritik, dass sein Spielsystem in der neuen Spielklasse nicht funktioniere - und weist auf Anpassungen hin. Sport-Geschäftsführer Otmar Schork machte eine Bestandsaufnahme.

"Mannschaft und Trainerteam sind intakt"

In der vergangenen Saison haben Christian Titz und seine Mannschaft nahezu einen Start-Ziel-Sieg hingelegt, stieg am Ende mit einem Vorsprung von 14 Punkten vor dem Tabellenzweiten aus Braunschweig auf. Das Aufsteigerduell mit der Eintracht am vergangenen Wochenende (0:2) stellte die Verantwortlichen nicht zufrieden. Das Spielsystem wird von den Fans infrage gestellt. "Leider ist es uns zu selten gelungen, Tore zu erzielen. Ich bin aber sehr weit davon entfernt, zu sagen, dass wir keine Mittel haben, die Spiele zu gestalten", äußert sich Titz gegenüber dem "MDR" zur Sachlage.

Dass er stur an seiner Spieledee festhalte, wolle er jedoch nicht auf sich sitzen lassen - Anpassungen habe es längst gegeben. "Wenn das nicht wahrgenommen wird, dann ist das nicht unser Verschulden", kommentiert Titz. Allerdings fehlt das Resultat in den Ergebnissen. Trotzdem beteuert auch Sport-Geschäftsführer Otmar Schork: "Die Mannschaft und das Trainerteam sind intakt." Obwohl der FCM wieder auf einen direkten Abstiegsplatz abgerutscht ist, wollen die Verantwortlichen am eingeschlagenen Weg festhalten. Die Statistiken offenbaren Vor- und Nachteile.

Schork über Effektivität und Wintertransfers

So gehört Magdeburg beispielsweise zu den Mannschaften mit dem größten Ballbesitz. Mit 13 Treffern zählt der FCM jedoch zu den harmlosesten Teams in der Liga. "Wir haben Vertrauen in unsere junge, perspektivische Mannschaft", ergänzt Schork seine Bewertung in der "Bild"-Zeitung. Der 65-Jährige stellt sich schützend vor das Team: "Wir haben 14 Spieler im Kader, die aus der vierten Liga kommen, die die gut gerockt haben und jetzt in der zweiten Liga spielen. Deswegen ist es normal, dass wir keine zehn, zwölf Torchancen mehr haben. Das wäre ja verrückt." Trotzdem müsse der FCM die "drei bis sechs" Chancen effektiver nutzen.

Verstärkt sich der FCM deswegen im Winter? "Wir sind nicht naiv und sagen: Was für Elemente brauchen wir noch? Die entscheidende Frage wird sein: Sind Spieler auf dem Markt und sind sie finanzierbar?", will Schork abwägen. Der Zweitliga-Etat beträgt 10 Millionen Euro - und damit doppelt so viel wie im Vorjahr -, doch im Ligavergleich zählt FCM damit zu den Klubs mit geringeren Mitteln. Trotzdem: "Wir haben noch Spielraum." Das gilt auch für die aktuelle Punktausbeute.

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