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"Wir waren einfach schlechter": SCP rutscht aus den Top 3 heraus

© IMAGO / Eibner

Der SC Paderborn ist durch die 0:3-Niederlage beim 1. FC Heidenheim von den Spitzenplätzen verdrängt worden. Zurecht, wie Cheftrainer Lukas Kwasniok fand – seine Mannschaft sei im Verfolgerduell schlichtweg chancenlos gewesen. Es sind die körperlich starken Gegner, die den Ostwestfalen immer wieder Schwierigkeiten bereiten.

"Relativ leichtes Spiel für Heidenheim"

Zum ersten Mal seit über drei Monaten ist der SC Paderborn nicht mehr unter den besten drei Mannschaften der Liga zu finden. Die 0:3-Pleite in Heidenheim – zugleich die zweite Niederlage in Folge – hat das Team von Lukas Kwasniok in eine Verfolgerrolle zurückgedrängt. Völlig verdient, wie der Cheftrainer nach Abpiff klarmachte. "Es war ein relativ leichtes Spiel für den 1. FC Heidenheim, weil sie heute auf einen sehr pomadigen Gegner getroffen sind", analysierte Kwasniok schonungslos. "Das war das erste Mal, dass ich zur Halbzeitpause laut werden musste, weil ich keinen anderen Ausweg sah. Normalerweise arbeiten wir inhaltlich."

Doch bei den Ostwestfalen lief nichts zusammen, die Paderborner kamen gar nicht erst in die Partie. Der 0:1-Pausenrückstand sei "schmeichelhaft" gewesen. Kwasniok war unzufrieden, fast wütend. "Wenn du weißt, was auf dich zukommt, und du trotzdem nicht den Hauch einer Chance hast", ärgerte sich der 41-Jährige, "Wenn du dann trotzdem überrascht bist, dass die dich auffressen können…" Dann konnte der SCP die dritte Auswärtsniederlage nicht verhindern. Kapitän Ron Schallenberg sah es genauso: "Insgesamt hat die Intensität und die Grundtugenden gefehlt. Da waren wir einfach schlechter."

Ostwestfalen-Derby voraus

Die Halbzeitansprache des Coaches habe zwar für 20 bis 25 bessere Spielminuten gereicht, doch zu holen war für die Paderborner an diesem Tag trotzdem nichts. Stattdessen erhöhte Heidenheim auf einen "absolut verdienten Sieg". Und die Ursachen gilt es nun für Kwasniok und seine Mannschaft zu erforschen, denn man habe gesehen, dass "wir keine Spitzenmannschaft sind". Ein Attribut, dass der Übungsleiter bei seinem Team entsprechend vermisste, war die Körperlichkeit. Mehrfach habe er in der Vergangenheit gesehen, dass sich der SCP gegen körperbetonte Gegner schwertut. Man dürfe sich daher selber "nicht immer nur über den fußballerischen Ansatz definieren", wie der Coach fand.

Schon am Dienstag (18:30 Uhr) kann der SCP im ostwestfälischen Derby mit Arminia Bielefeld zeigen, dass es auch anders geht. Dann wird wohl wieder ein kampfbetontes Spiel gegen gefährdete Bielefelder erwartet. "Man muss sie nicht stärker machen, als sie sind", sagte Schallenberg über die kommende Aufgabe gegen den Tabellenletzten. "Aber sie sind in einer Situation, in der sie langsam müssen." Die Paderborner wollen dagegenhalten – und nicht noch einmal satte neun Kilometer weniger laufen als der Gegner, wie es in Heidenheim der Fall war. Dann soll auch wieder Torgefahr entstehen, denn das fehlte: "Wir hatten kaum einen Torschuss wirklich auf das Tor. Dann kannst du auch keins schießen." Ungewohnte Worte in Paderborn.