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Würzburg kassiert bittere Klatsche: "Weder zweitliga- noch drittligareif"

IMAGO / foto2press

Schwarzer Nachmittag für die Würzburger Kickers, die am Samstag eine 0:4-Packung beim FC St. Pauli und damit die höchste Niederlage der Saison einstecken mussten. Für den Aufsteiger wird die Mission Klassenerhalt damit wieder deutlich schwieriger. Spieler und Trainer wussten den schwachen Auftritt einzuordnen. Warum sich Coach Ralf Santelli sogar beim Gegner entschuldigen wollte.

"Einfach peinlich"

Vier Punkte aus den vergangenen beiden Partien hatten die Hoffnungen auf den Klassenerhalt bei den Würzburger Kickers zuletzt wieder geweckt. Doch der Glaube an die Rettung erhielt am Samstagnachmittag einen ganz herben Dämpfer. Beim 0:4 gegen den FC St. Pauli ging das Team von Trainer Ralf Santelli komplett unter. "Wir haben mit Abstand das schlechteste Spiel der Saison gemacht", war die Analyse von Kapitän Christian Strohdiek laut "Kicker" schonungslos ehrlich. Der Auftritt des Teams sei "weder zweitliga- noch drittligareif" gewesen. Speziell die Darbietung im ersten Abschnitt empfand er als "einfach peinlich". Der 33-Jährige war bedient: "Deshalb sind wir wie kleine Kinder hinterhergelaufen."

Bereits nach 22 Minuten war das Spiel durch Treffer von Omar Marmoush (4.), Rico Benatelli (18.) und Leart Paqarade (22.) entschieden. Früh nach dem Seitenwechsel erzielte Daniel-Kofi Kyereh den Endstand (50.). Das Ergebnis hätte auch noch deutlich höher ausfallen können. "Ich bin fast geneigt, mich bei meinem Kollegen für die fehlende Belastung seiner Jungs zu entschuldigen. Für uns war die Partie sehr bitter. Wir haben heute alles vermissen lassen, was wir im Abstiegskampf brauchen", sagte Trainer Santelli, der "mehr als enttäuscht" gewesen war. Er habe ein "kollektives Versagen" seiner Spieler erlebt, meinte er bei "Sky".

Sechs Punkte Rückstand

"Wir wollen in die kommenden Partien den Rückenwind aus den Duellen gegen Hannover und Nürnberg mitnehmen. Wir stehen am Anfang einer englischen Woche. Die Niederlage haken wir jetzt ab und gehen selbstbewusst ins nächste Spiel rein", wird Keeper Fabian Giefer, der den verletzten Hendrik Bonmann vertreten durfte, auf der Vereinshomepage zitiert. Das Positive: Zeit, um den Kopf in den Sand zu stecken, gibt es kaum. Bereits am Dienstag steht das Heimspiel gegen den SV Darmstadt 98 an. Dann muss ein Sieg her. Mit 20 Punkten liegen die Würzburger bei einem Spiel mehr sechs Zähler hinter dem VfL Osnabrück. Die Niedersachsen liegen auf dem Relegationsplatz. Der Vorletzte, der SV Sandhausen, hat allerdings 25 Punkte und sogar zwei Spiele weniger absolviert als die Kickers. Der Rückstand auf den vorerst rettenden Platz könnte also noch deutlich anwachsen.