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Würzburg taumelt weiter: Trainer Trares sieht Rot

© imago images / Heiko Becker

Nach zwei Spielen ohne Niederlage gingen die Würzburger Kickers in Paderborn wieder als Verlierer vom Platz. Damit beendet die Mannschaft vom Dallenberg ihre Hinrunde mit lediglich neun Punkten – und ohne Cheftrainer Bernhard Trares. Der flog bei der 0:1-Niederlage in Ostwestfalen mit der Roten Karte vom Platz, was für großes Unverständnis beim Übungsleiter sorgte.

"Wie man für sowas Rot geben kann"

Der Trainerstuhl in Würzburg war in dieser Saison bislang ein wahrer Schleudersitz, doch Cheftrainer Bernhard Trares sitzt einigermaßen sicher darauf. Allerdings nicht nicht über 90 Minuten, wie er nach einem Platzverweis gegen Paderborn erfahren musste. "Ich habe mit Paderborner Spielern über ein Foulspiel diskutiert", erklärte der 55-Jährige, dass der Situation in der 76. Spielminute keinerlei Schimpfworte oder Beleidigungen in Richtung des Schiedsrichterteams gingen. Lediglich ein Austausch mit den Paderbornern: "Ich habe zu denen gesagt: 'Seid ihr blind? Der ist doch reingerutscht.' Dafür bekomme ich die Karte. Ich war total außer mir, wie man für sowas Rot geben kann, aber okay. Ich muss abwarten, was passiert."

Die Schlussviertelstunde verfolgte Trares von der Tribüne aus – und sah kaum eine Gelegenheit, wie der FWK noch etwas Zählbares hötte retten können. "Wir sind aktuell nicht in der Lage, gegen so einen Gegner noch so viele Chancen herauszuspielen", teilte der Fußballlehrer seine Einschätzung des Spielgeschehens, in dem die Würzburger die erste Großchance hatten. "Da muss man das 1:0 machen, danach weiß ich nicht, wie das Spiel gelaufen wäre", so Trares. Am Ende reichte aber dem SCP ein einziger Treffer.

FWK erholt sich nicht

"Ein Abspielfehler von uns und in dem Fall auch kein gutes Abwehrverhalten, kriegen wir, muss ich schon sagen, ein billiges Tor", kritisierte der 55-Jährige, der in der Partie erneut auf Innenverteidiger Ewerton setzte. Nach 70 Spielminuten musste der Brasilianer aber verletzungsbedingt runter – immer wieder wird der Abwehrchef zurückgeworfen: "Es ist schade, dass wir ihn nicht auf 90 Minuten kriegen und er fast immer rausmuss mit seinem Muskel. Das ist eine Sicherheitsvorkehrung, dass er nicht reißt. Wir müssen gucken, wie wir das künftig steuern." Beim entscheidenden Gegentreffer konnte der Brasilianer allerdings zuvor auch nicht eingreifen.

Somit schließt der FWK die Hinrunde als Tabellenletzter ab, was aber schon vor der Partie klar war. Nur der Rückstand auf das rettende Ufer bleibt jetzt weiterhin groß. "Wir sind nicht so gefährlich hingekommen, dass wir über die zweite Halbzeit ein Unentschieden verdient gehabt hätten. Aufgrund der ersten Hälfte wäre es drin gewesen", resümierte Trares, der jetzt wohl mindestens die Partie am kommenden Dienstag (18:30 Uhr) gegen Aue verpassen wird. Klar ist für Würzburg, dass die Rückrunde so oder so besser werden muss, um vom Klassenerhalt träumen zu dürfen.