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Zehn Millionen Euro: HSV bezieht Corona-Überbrückungshilfe

© imago images / Picture Point

Die Corona-Pandemie hat viele Betriebe finanziell hart getroffen, darunter auch die Fußballvereine in Deutschland. Aufgrund des massiven Umsatzrückgangs war auch der Hamburger SV zur einer Überbrückungshilfe vom Bund berechtigt – und bekam diese laut "Hamburger Abendblatt" auch schon berechtigt. Zehn Millionen Euro fließen dadurch an die Elbstädter.

HSV-Umsatzrückgang bei 42 Prozent

50 Millionen statt 120 Millionen Euro – auf diesen Wert ist der Umsatzeinbruch beim Hamburger SV aufgrund der Corona-Pandemie beziffert. Das sind rund 42 Prozent des Umsatzes, weswegen der Zweitliga-Klub eine Überbrückungshilfe beim Bund beantragen konnte. Demnach sind alle Betriebe dazu berechtigt, die einen Umsatzrückgang von mindestens 30 Prozent verzeichnet haben. Im Falle des HSV trifft dies zu – und die Überbrückungshilfe wurde laut "Hamburger Abendblatt" bereits in Höhe von zehn Millionen Euro bewilligt.

HSV-Finanzvorstand Frank Wettstein bestätigte dies offiziell noch nicht. "Wir sind durch die Pandemie noch immer in der größten Krise im Fußball, der Umsatzeinbruch ist immens", hieß es allerdings vor vier Wochen auf der Mitgliederversammlung des Vereins. Die zehn Millionen Euro werden laut "Kicker" jetzt aber gar nicht sofort verwendet, sondern zunächst zurückgehalten, falls im HSV-Haushalt weitere Lücken aufgrund der Pandemie entstehen. Bislang konnten beispielsweise maximal 20.000 Fans zu Heimspielen zugelassen werden, was im Hamburger Volksparkstadion einer Auslastung von 35 Prozent entspricht.

Stadt Hamburg kaufte Stadion-Grundstück

Die Finanzspritze vom Bund steht dem Hamburger SV offiziell zu. Gleichzeitig ist es nicht die erste Hilfe für den Verein in den letzten Jahern. Schon vor der letzten Spielzeit bekam der HSV einen Geldsegen durch die Stadt Hamburg, die das Grundstück des Stadions für 23,5 Millionen Euro kaufte. Auch in diesem Fall war es jedoch kein Geld, welches der HSV unmittelbar in die Mannschaft investieren konnte. Gekoppelt an den Kauf war seinerzeit eine Renovierung der Arena für die Europameisterschaft 2024, bei der das Volksparkstadion als Austragungsort genutzt werden wird.