10 Verträge enden: 96 will "Charakter der Mannschaft" verändern
Wie schon in der vergangenen Saison rennt Hannover 96 seinen Ansprüchen hinterher und befindet sich im Abstiegskampf. Da im Sommer zehn Verträge auslaufen, möchte Geschäftsführer und Präsident Martin Kind dies als Chance nutzen, den Kader umzubauen.
Auftritt am Wochenende eine "Katastrophe"
Die Niedersachsen werden "jetzt" mit der Planung für die kommende Spielzeit loslegen. Dass gleich zehn Arbeitspapiere von Spielern auslaufen, sehe er als "große Chance", sagte der 77-Jährige der "Neuen Presse". Nach der 1:3-Pleite beim SV Sandhausen am Wochenende und nur fünf Punkten Vorsprung auf den Abstiegs-Relegationsplatz kündigte Kind an: "Wir werden den Charakter der Mannschaft verändern müssen." Der Auftritt beim SVS wäre einer "Katastrophe in allen Mannschaftsteilen" gleichgekommen. Dabei hätte das Team mit einem Erfolg wieder in die obere Tabellenhälfte springen und für etwas Ruhe im Abstiegskampf sorgen können.
Die Verträge von Marcel Franke, Niklas Hult, Dominik Kaiser, Linton Maina, Philipp Ochs, Mike Frantz, Marc Lamti und Marlon Sündermann laufen am 30. Juni aus. Auch die Leihen der Winter-Zugänge Mark Diemers und Maximilian Beier enden. Fest stehe bislang nur, dass der 19-jährige Beier gehalten werden soll. Bei den anderen Personalien wurde bislang noch keine Entscheidung getroffen. Erst solle der Klassenerhalt gesichert werden "und dann entscheiden", so Kind. Und auch wenn 96 in jüngster Vergangenheit enttäuschte, ist das Ziel weiter ambitioniert. Sportchef Marcus Mann solle in "minimum" zwei Jahren bei den Roten "eine Aufstiegsmannschaft" formen, "die auch in der 1. Liga wettbewerbsfähig ist", fordert Kind.