Zurück nach Rotsperre: Schonlau will zweiten Rang verteidigen

Zweimal musste HSV-Kapitän Sebastian Schonlau in der Liga zusehen, dazu saß er auch im DFB-Pokal auf der Bank. Doch gegen Jahn Regensburg (Sonntag, 13:30 Uhr) ist die Rotsperre des Innenverteidigers abgesessen. Jetzt kann der 28-Jährige wieder ins Spielgeschehen eingreifen - und stimmt den Verantwortlichen zu, dass sich die Mannschaft mit ihm wieder auf das Wesentliche konzentrieren muss.

"Will das nicht an mir festmachen"

In Paderborn fuhr Sebastian Schonlau zur Höchstleistung auf. Der gebürtige Warburger absolvierte in seiner Karriere bereits 176 Pflichtspiele für die Ostwestfalen, stammt dort aus der Jugend. Als der HSV-Kapitän nun mit den Hamburgern zu Gast war, habe er "auf der Tribüne angefeuert und rumgeschrien". Mit Erfolg, denn die Gäste konnten einen 3:2-Sieg nach Rückstand erringen. Auf und neben dem Rasen ist Schonlaus Einsatz wichtig - immerhin kassierte der HSV ohne den Kapitän auch acht Gegentore in 242 Liga-Minuten. Dazu eine 0:4-Pleite im Pokal gegen RB Leipzig.

"Ich will das nicht allein an meinem Fehlen festmachen. Es haben auch andere gefehlt: Moritz Heyer, Bakery Jatta, zwischendurch auch Robert Glatzel. Es gibt sicher ein, zwei Eckpfeiler, die unsere Mannschaft braucht", stellt Schonlau im "Kicker" seine eigene Bedeutsamkeit hinten an. Nun kehrt der 28-Jährige zurück - und es ahnt, worauf es ankommt: "Wir hatten Spiele, wo die Ergebnisse und auch die Leistungen nicht so waren, wie wir uns das vorstellen." Daher gilt es, den Fokus nun wieder auf das Wesentliche zu legen. Fanden auch Cheftrainer Tim Walter und Sportvorstand Jonas Boldt.

Mit gutem Gefühl in die Winterpause

"Wenn sie das sagen, stimmt es sowieso", ergänzt Schonlau augenzwinkernd, dass er den HSV-Bossen nicht widersprechen würde. Ohnehin teilt der Kapitän aber die Meinung seiner Vorgesetzten: "Es stimmt in jedem Fall. Wir müssen uns auf unsere Basics konzentrieren und nicht rumträumen. Und wir dürfen jetzt nach dem Sieg in Paderborn nicht denken, alles ist super, sondern wir müssen genauso hart arbeiten wie davor." Denn jetzt hat sich der Hamburger SV wieder den zweiten Tabellenplatz erkämpft - und mindestens dieser Rang soll nicht mehr abgegeben werden. "Wir sind jetzt auf Platz 2, und mindestens den wollen wir nicht mehr hergeben", so Schonlau mit Verweis darauf, dass es in der langen Winterpause guttun wird, wenn man sich oben in der Tabelle findet.

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