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Zuschauer-Eklat in Düsseldorf: F95 wird Konsequenzen ziehen

© IMAGO / Kirchner-Media

Fortuna Düsseldorf arbeitet die Geschehnisse der 1:2-Niederlage gegen den 1. FC Kaiserslautern auf. Mitglieder der F95-Ultras waren nach dem Last-Minute-Treffer auf das Spielfeld gelangt. Eine Entschuldigung der Szene nahm der Verein positiv auf – und dennoch wird es Folgen für die betroffenen Personen und die gesamte Fangemeinschaft in der Landeshauptstadt geben.

Stadionverbote und Choreoverzicht

Was war geschehen? Nach dem Last-Minute-Treffer von FCK-Spieler Philipp Klement waren Personen in den Innenraum des Stadions gelangt. Die Verantwortlichen von Fortuna Düsseldorf nahmen es positiv zur Kenntnis, dass sich ein Vertreter der Düsseldorfer Ultra-Szene in der vergangenen Mitgliederversammlung für die Entgleisung am 17. Spieltag entschuldigte. "Es ist ein absolutes No-Go, was da am Freitag passiert ist", hieß es, wie auch die "Rheinische Post" berichtet. "Deshalb möchten wir uns bei Vorstand, Aufsichtsrat und Mannschaft in aller Form entschuldigen. Wir haben uns provozieren lassen und wissen, dass Grenzen überschritten wurden."

Eine Reaktion des Vereins in Form einer empfindlichen Strafe wird trotzdem folgen, so viel steht fest. Wahrscheinlich ist, dass alle aktiv an dem Vorfall beteiligten Personen künftig mit einem Stadionverbot belegt werden – auch der Deutsche Fußball-Bund (DFB) wird sich dem Urteil vermutlich anschließen, sodass das Verbot bundesweit gültig wäre. Die Dauer des Stadionverbots sei noch unbekannt. Außerdem soll es auch allgemeine Folgen haben: So steht im Raum, dass es bis auf Weiteres keine Choreos mehr geben soll, die behördlich abgenommen werden müssten. Nach "RP"-Informationen sei "die Haltung von Stadt, Polizei, Feuerwehr und auch Verein in diesem Punkt restriktiv".

DFB wird Strafe aussprechen

Post vom DFB hat die Fortuna derweil noch nicht bekommen, doch zu erwarten ist noch eine zeitnahe Strafe für den Vorfall. Hinzu kommen noch die Kosten für den Einsatz von pyrotechnischen Gegenständen – sodass eine hohe fünfstellige Summe zusammen kommen könnte. Immerhin: Einen Teilausschluss der Fans hat die Fortuna wohl nicht zu befürchten. Und dem Vernehmen nach wird der Verein auch nicht versuchen, die Kosten auf die Verursacher zu übertragen. Klar ist nur, dass sich ein solcher Vorfall nicht noch einmal wiederholen darf.