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Zuversicht trotz Stojanovic-Patzer: "Werden Gegner besiegen können"

© IMAGO / Eibner

Ingolstadt kam nicht allzu gut aus der Winterpause, dafür aber umso besser in die zweite Halbzeit beim Spiel in Heidenheim (1:2). Dennoch kostete ein kapitaler Patzer von Neu-Torhüter Dejan Stojanovic den Lohn. Für die Schanzer bleibt die Lage somit prekär, aber vielleicht nicht mehr aussichtslos.

"Hat sich schon entschuldigt"

Im Winter rüstete der FC Ingolstadt bislang mit vier Neuzugängen auf, um sich gegen den drohenden Abstieg zu stemmen. Zwischen den Pfosten entschied sich Cheftrainer Rüdiger Rehm entsprechend für Dejan Stojanovic, der mit seinen Paraden im vergangenen Jahr zur Aufholjagd des FC St. Pauli beitrug. Doch ausgerechnet Stojanovic patzte entscheidend. "Das weiß er auch. Er hat sich schon bei der Mannschaft entschuldigt", beteuerte Rehm in der Pressekonfernez.

Wegen seiner Ausstrahlung und der Stabilität, die der 28-Jährige mitbrachte, habe sich Rehm für Stojanovic entschieden. Zwei Bälle musste der Österreicher dann aus dem Netz holen – und das ausgerechnet, nachdem der FCI gerade in die Partie zurückkam. Kurz nach dem Seitenwechsel egalisierte Christian Gebauer den Rückstand, ehe der Ball unglücklich über die Ingolstädter Linie flutschte. "Das war ein Ball, den ich haben muss, das nehme ich voll auf meine Kappe", zeigte sich Stojanovic selbstkritisch. "Danach sind wir dem Rückstand hinterhergelaufen und haben versucht, das Spiel nochmal zu unseren Gunsten zu gestalten, was uns dann leider nicht mehr gelungen ist. Deshalb ist die Enttäuschung für den Moment noch sehr groß."

FCI mit neuer Zuversicht

Denn Ingolstadt konnte im Großen und Ganzen eine ansprechende Leistung an der Brenz darbieten – zumindest im zweiten Abschnitt. "Wir haben in der zweiten Halbzeit aktiver gespielt", bezeugte auch Rehm. "Wir wollten beide Halbzeiten so spielen. Dann hätten wir es wahrscheinlich ein bisschen mehr verdient gehabt, auch so war es dann eine knappe Partie." Für einen ersten Schritt zur Aufholjagd reichte es letztlich aber nicht. "Wir versuchen die zweite Halbzeit wieder in die Köpfe reinzubringen. Dann werden wir sicherlich auch Gegner besiegen können", so Rehm. Zehn Punkte beträgt derzeit der Rückstand auf das rettende Ufer.

Die Zuversicht ließen sich die Schanzer nicht nehmen. "Wir haben in der ersten Hälfte zu sehr abgewartet. In Durchgang Zwei Machen wir es besser, laufen gut an und konnten Heidenheim so endlich vor Probleme stellen", erklärte Gebauer, der den Ingolstädter Treffer markierte. "Wir haben heute in den zweiten 45 Minuten gezeigt, dass wir gute Teams unter Druck setzen können. Die erste Halbzeit müssen wir aber klar analysieren." Zu einem ähnlichen Fazit kamen auch die anderen Beteiligten – inklusive Stojanovic, der den "technischen Fehler durch meine Person" im nächsten Anlauf verhindern will.