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Zwei Spiele, zwei Siege: Dabrowskis Parallele zu Ole Werner

© IMAGO / Eibner

Kurz vor Weihnachten wird eine Mini-Serie reißen: In Hannover kommt es zum Duell der ungeschlagenen Coaches, wenn Christoph Dabrowski seine Elf gegen die Mannschaft von Ole Werner aus Bremen auf das Spielfeld bringt. Zwei knappe Siege holten die Niedersachen unter dem Interimstrainer, der seinen Auftrag bei den Roten derzeit erfüllt – und sich damit vielleicht für mehr empfiehlt.

Bremen gehört "sicher unter die Top-3"

Ein Sieg fehlt Christoph Dabrowski noch, um in der Statistik zu Ex-Coach Jan Zimmermann aufzuschließen. Doch das Hauptaugenmerk des 43-Jährigen liegt nicht nur auf den Punkten. "Der Auftrag vor zwei Wochen war, der Mannschaft Stabilität zu geben – gepaart damit, dass wir auch Punkte holen", so Dabrowski vor dem letzten Spiel des Jahres. Gegen Hamburg (1:0) und Ingolstadt (2:1) war das mit wenig Spektakel gelungen. "Die Mannschaft hat das hervorragend gemacht, hat sich durch die zwei Siege auch Selbstbewusstsein geholt."

Nun geht es zum Abschluss gegen den SV Werder Bremen ins Rennen, der eine ähnliche Bilanz unter Ole Werner hat – zwei Siege gegen Aue (4:0) und Regensburg (3:2) sammelte auch der Gegner, hinzu kommt wesentlich mehr Spektakel. Dabrowski dürfte das nicht unbekannt sein, schließlich war er als Profi für beide Klubs aktiv. "Das ist eine Mannschaft mit extrem hoher Qualität, die sicher unter die Top-3 gehört", warnte der 96-Coach daher vor dem kommenden Gegner. Verzichten muss Dabrowski lediglich auf Lukas Hinterseer (Covid-19-Erkrankung) und Ron-Robert Zieler (Wadenverletzung).

Kurioses Kapitel im Hinspiel

Aufdrängen darf sich beim Interimscoach dagegen jeder. "Es ist niemand abgeschrieben. Diese Woche gab es im Training wieder die Möglichkeit, eine Duftmarke zu setzen", erklärte Dabrowski, der explizit die freie Stelle im Sturmzentrum betone, die Hinterseer durch seinen Ausfall hinterlässt. Zweifel an seiner Mannschaft hat der 43-Jährige nicht – ganz im Gegenteil: "Die Mannschaft ist extrem willig und wissbegierig. Das hat mich beeindruckt. Und mich hat auch beeindruckt, wie sie bestimmte Dinge in der kurzen Zeit in die Umsetzung gebracht hat."

Zum Auftakt in die Saison trennten sich die Hannoveraner noch mit einem 1:1-Unentschieden gegen Bremen, als Marvin Ducksch die Führung durch ein Eigentor von Simon Falette noch für die Roten ausglich. Am Sonntag (13:30 Uhr) wird der Stürmer auf Seiten der Grün-Weißen wieder auf Torejagd gehen – und eventuell das nächste kuriose Kapitel zwischen den Klubs schreiben. Aus Dabrowskis Sicht gilt es, dies zu verhindern. Auch mit Unterstützung des Publikums: "Es ist sehr schade, dass uns nur 5.000 Zuschauer unterstützen können. Aber ich gehe davon aus, dass die 5.000, die da sind, richtig Alarm machen werden." Ein wenig Spektakel, um die Fans mitzureißen, wäre durchaus förderlich.