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Zwischenfazit bei Hansa: Härtel ist "stolz, dankbar und demütig"

© IMAGO / Picture Point

Hansa Rostock überwintert als Aufsteiger über dem Strich. Hansa-Cheftrainer Jens Härtel blickt "stolz, dankbar und demütig" auf die bisherige Saison zurück. Nun wird Kraft gesammelt, um in der Rückrunde ähnliche Höhepunkte zu holen, denn ausruhen kann sich die Kogge im zweiten Saisonabschnitt nicht.

Härtel erleichtert und mahnend

"Ist das Bier hier nur Deko oder kann ich das mitnehmen?", fragte Hansa-Cheftrainer Jens Härtel nach dem 3:2-Sieg in Regensburg, der bis zum Schluss ein echter Krimi war. In der Aussage, die es in die Auswahl zum Fußball-Spruch der Hinrunde schaffte, steckt viel Erleichterung nach einem intensiven Spiel. Aber das gilt so ziemlich für jede Partie der ersten Halbserie, wie Rostocker Fans sagen würden. Mit 20 Punkten aus 18 Spielen ist die Hansa-Kogge dabei voll im Soll geblieben, der Vorsprung vor der Gefahrenzone beträgt drei Punkte.

Auch das Zwischenfazit, das Jens Härtel gegenüber der "Bild"-Zeitung gab, war entsprechend erleichtert. Und vorsichtig, denn ohne mahnende Worte ging es beim 52-Jährigen nicht: "Wir wissen, dass es bis zum Ende eng wird. Dass du dann über dem Strich sein musst, aber natürlich auch mal drunter rutschen kannst. Dass es bis jetzt nicht so passiert ist, ist gut – aber keine Garantie, dass es am 34. Spieltag auch noch so ist." Was sich Härtel und seine Mannschaft dennoch mit Stolz auf die Brust schreiben können, ist die Tatsachse, dass Hansa schon jetzt genauso viele Siege eingefahren hat, wie beim letzten Zweitliga-Ausflug (2011/12) insgesamt.

"Alle haben gesehen: Das funktioniert"

Die 40-Punkte-Marke wird in der Rückrunde das Ziel sein, um den Klassenerhalt einzufahren. Hansa hätte schon jetzt dichter dran sein können, wie Härtel fand: "Wenn wir nur die nicht gewonnenen Spiele Sandhausen, Aue, Paderborn, Ingolstadt nehmen – mit fünf, sechs Punkten mehr würdest du ganz anders dastehen und beruhigter in die Rückrunde gehen."

Besondere Höhepunkte waren für den Coach aber auch dabei, beispielsweise der überraschende 3:0-Erfolg gegen Hannover oder der erste Heimsieg gegen Darmstadt. "Da haben alle gesehen: Das funktioniert, wir sind auf einem guten Weg", freute sich Härtel, der auch die Pokalpartien noch im Kopf hatte. Nun geht es, wie für das gesamte Team, erst einmal in die besinnliche Zeit rund um die Feiertage. Der 52-Jährige wird im Skiurlaub in Südtirol sein, wo er "stolz, dankbar und demütig" über die Hinrunde sein wird. Und wo er ein gutes Buch lesen wird. "Im Moment lese ich ’12 Rules for Live'", verriet der Hansa-Coach.