Arminia tauscht den alten Rasen aus

Nur wenige Fußballplätze in Deutschland standen in den letzten 12 Monaten derart in der Kritik wie der des DSC Arminia Bielefeld. Insbesondere in der Pokalpartie gegen den SV Werder Bremen glich das 18 Jahre alte Geläuf teilweise einem Acker. Noch vor drei Wochen hatte St. Paulis Trainer Ewald Lienen den Platz als unbespielbar bezeichnet. Selbst Mittelfeldmann Manuel Junglas hatte im vergangenen Jahr angemerkt, dass man den Platz doch austauschen müsse. Nun setzt der Verein dieses Vorhaben in die Tat um. In einer Mitteilung des Supporters Club heißt es: "Heute wird mit den Arbeiten begonnen. In den kommenden zwei Wochen wird der bisherige Naturrasen durch einen Hybridrasen ersetzt. Ein Hybridrasen ist eine Vereinigung aus Kunst- und Naturrasen. Die Umbauarbeiten werden in zwei Arbeitsschritten stattfinden. Im ersten Abschnitt wird die vorhandene Rasenfläche (wurde 1998 verlegt) abgefräst und abgetragen. 5.000 Tonnen alter Untergrund werden hierbei entfernt und eingeebnet. Im zweiten Teil der Umbauarbeiten, die im weiteren Verlauf der Rückrunde stattfinden werden, folgt die Verstärkung des Naturrasens durch ca. 22 Millionen Kunststofffasern, die ca. 20 cm tief in die Wurzelzone des Rasens implantiert werden." Somit dürfte sichergestellt sein, dass der DSC in Zukunft wieder eine deutlich besser bespielbare Spielstätte vorfindet und weitere Beschwerden der Konkurrenz ausbleiben dürften. Das ganze Projekt dürfte nach Schätzungen rund eine halbe Million Euro kosten.

 

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