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Greuther Fürth: Die Gründe für die Krise

Nur einen Sieg aus neun Spielen, mit mageren vier Punkten Tabellenletzter und bereits so früh in der Saison vier Zähler Rückstand auf das rettende Ufer – so schlecht ist die SpVgg Greuther Fürth in der Zweiten Bundesliga noch nie in eine Saison gestartet. Auch die Derby-Schlappe gegen den Erzrivalen aus Nürnberg trug nicht zur Stimmungsaufhellung bei. 

Kein Tempo im Spiel

Mit dem Kroaten Damir Buric (53) wurde vor rund einem Monat ein neuer Cheftrainer vorgestellt. Mit der Rückholaktion des vereinslosen Roberto Hilbert (Vertrag bis 2019) erhoffen sich die Verantwortlichen mehr Stabilität für die Mannschaft. Der frühere Nationalspieler bestritt zwischen 2004 und 2006 60 Zweitligaspiele für das Kleeblatt.

Eine hohe Fluktuation im Kader und Spieler, die zum Teil unter ihren Möglichkeiten agieren, sind unter anderem die Gründe für den sportlichen Misserfolg – von der Revolte einiger Spieler gegen Ex-Trainer Janos Radoki ganz zu schweigen. Weiterhin im Team schmerzlich vermisst wird der frühere Braunschweiger Nik Omladic. Der Mittelfeldmann hat immer noch Probleme mit der Ferse. Gerade im Mittelfeld fehlt es den technisch guten Spielern häufig an Ideen. Nach Balleroberungen verschleppen sie das Tempo, so dass sich der Gegner rechtzeitig formieren kann.

Nach Rückständen lassen die Spieler die Köpfe hängen

Zudem schaffen es die Kleeblatt-Kicker nicht, sich nach einem Rückstand wieder in die Partie zurückzukämpfen. Die Verunsicherung ist groß. Viele Spieler lassen zudem zu schnell ihre Köpfe hängen. "Wenn das erste Tor dem Gegner gelingt, ist es in unserer Phase schwer, zurückzukommen", wird der offensive Mittelfeldakteur Tolcay Cigerci beim Portal "nordbayern.de" zitiert. "Jeder, der im Fußballgeschehen drin ist, weiß das: Es ist nicht so leicht in so einer schwierigen Zeit. Der Mensch ist von Natur aus so. Wenn es nicht klappt, ist es normal, dass dann der Kopf runter geht. Ich glaube nicht, dass es einen Menschen gibt, der nach hundert Fehlern den Kopf nach oben richtet", so Cigerci weiter.

Nach der Auswärtsniederlage in Kaiserslautern hatte sich der schwedische Innenverteidiger Richard Magyar durchaus kämpferisch gezeigt. "Wir sind nicht so schlecht, wie die Tabelle sagt. Die Tabelle zeigt die Vergangenheit, wir können nur die Zukunft ändern. Wir müssen jetzt zusammen kämpfen und zusammenhalten und ich bin mir sicher, wir schaffen das. Wir müssen nach vorne schauen“, so Magyar. Am Sonntag kommt Erzgebirge Aue an den Ronhof.