KSC: Schwacher Jahresauftakt gegen Frankfurt

Dass eine gute Vorbereitung nicht direkt bedeutet, dass es auch in den Pflichtspielen so läuft, hat der KSC am Wochenende gezeigt. Zum Auftakt der Restrückrunde gab es für die Badener nur ein 1:1 gegen den FSV Frankfurt.

Chancenarme Partie auf beiden Seiten

"Dafür, dass die Vorbereitung gut war, kann man sich letztendlich nichts kaufen. Was zählt ist das Spiel gegen Frankfurt“, sagte KSC-Coach Markus Kauczinski bereits im Vorfeld der Partie. Im Nachhinein war dies als Warnung an seine Spieler zu verstehen, die sich das aber wohl nicht ganz zu Herzen genommen haben. Von den guten Leistungen der Vorbereitung war wenig zu sehen, der KSC trat harmlos und nicht zwingend genug, gegen ebenfalls schwache Frankfurter auf. Folgerichtig bleibt zum Spiel auch nicht viel zu sagen. Zwar war der KSC das spielbestimmende Team, allerdings auch nur in puncto Ballbesitz und Spielanteilen. Im Gegensatz zu den Frankfurtern konnten sich die Karlsruher wenigstens bis an den Strafraum des FSV vorspielen, ohne, dass jedoch vielversprechende Chancen dabei herauskamen. Auch in der zweiten Halbzeit ein ähnliches Bild. Die Karlsruher hatten etwas mehr vom Spiel, in Führung gingen dann aber die Frankfurter. Für dieses Spiel nicht verwunderlich sorgte ein direkter Freistoß von Lukas Gugganig in der 65. Minute für die FSV-Führung. Markus Kauczinski reagierte prompt, brachte Hoffer und Sallahi und bewies damit ein goldenes Händchen. Nach einem Pass von Hoffer, schloss Sallahi aus rund 15 Metern ab und sicherte den Karlsruhern zumindest noch einen Punkt (71.).

Spieler und Trainer bedient

KSC-Trainer Markus Kauczinski analysierte das Spiel im Anschluss dementsprechend ernüchtert: "Wir haben zu behäbig und langsam gespielt, hatten dann am Ende der ersten Halbzeit ein, zwei halbe Möglichkeiten, aber insgesamt war es von der Leistung her zu wenig.“ Erst nach dem 0:1-Rückstand seiner Mannschaft sah Kauczinski eine Steigerung: „Danach sind wir aufgewacht. Wir wollten das Tor auch noch machen. Insgesamt war das aber kein gutes Spiel von uns und ich weiß, dass wir das besser können. Man hat heute gesehen, dass es was anderes ist, ob man um Punkte oder ein Vorbereitungsspiel spielt.“

Auch die Spieler schlugen in die gleiche Kerbe wie ihr Trainer. Martin Stoll etwa sah ebenfalls ein schwaches Spiel: "Das sah etwas behäbig aus, aber das war das berühmte Spiel nach einer Pause und einer erfolgreichen Vorbereitung. Die Erwartungen von außen waren groß, dass wir diesen nicht ganz gerecht wurden, wissen wir“, erklärte der Abwehrspieler gegenüber "ka-news.de“.

An diesem Tag konnte der KSC froh sein noch einen Punkt aus der Partie mitzunehmen. Mit nun sieben Punkten aus den ersten drei Spielen der Rückrunde ist die Punkteausbeute insgesamt aber auch ordentlich und das FSV-Spiel darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Karlsruher deutlich mehr können. Das haben sie in der Vorbereitung gezeigt. Nun gilt es, die richtigen Hebel in Bewegung zu setzen und an den Schwächen, die sich zweifelsohne offenbart haben, zu arbeiten, um im kommenden Spiel gegen den MSV Duisburg wieder erfolgreich zu sein. Den dritten Platz sollte man bei zehn Punkten Rückstand auf Nürnberg nun vorerst aber nicht mehr ins Auge fassen und sich vielmehr darauf konzentrieren einen ordentlichen einstelligen Tabellenplatz zu erreichen.

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Ein Kommentar

  1. Ja, wieder ein guter Kommentar von Max Villis ! Was nützt es in der Vorbereitung alle Spiele (Bayern, Freiburg, etc.) zu gewinnen und dann gegen den FSV Frankfurt mit Glück zu Hause einen Punkt zu holen?
    Der Blick der KSC Fans muss weiter eher nach unten als nach oben gehen..

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