Alles, was ihr zum 33. Spieltag wissen müsst

Mit großen Schritten geht die Saison jetzt auf das Ende zu. Der FC Schalke 04 steht als Aufsteiger und Zweitliga-Meister fest - und weitere Entscheidungen rund um den Auf- und Abstieg könnten schon in den nächsten Partien folgen. Im Fokus stehen dabei besonders Elversberg und Münster. liga2-online.de gibt eine Übersicht für den 33. Spieltag.

Die Ausgangslage

In dieser Woche bereiteten sich die Königsblauen zum Teil in Ibiza auf die nächste Partie vor. "Klar muss man während der Saison immer aufpassen, solche Reisen zu machen", erklärte S04-Sportvorstand Frank Baumann gewissenhaft, doch die Feierlichkeiten rund um den Aufstieg und die Zweitliga-Meisterschaft seien Schalke gegönnt. Zumal die Partie gegen Nürnberg am Samstagabend (20:30 Uhr) für beide Teams nur noch geringe Bedeutung hat. Und Cheftrainer Miron Muslic wird schon abgekauft, dass er seit Mittwoch wieder eine seriöse Vorbereitung mit den Spielern rund um DJ Karius anstrebt. Was auch besonders in Elversberg und Münster der Fall sein wird.

Beide Teams könnten vor Entscheidungen in der Liga stehen. Patzen die Konkurrenten aus Hannover und Paderborn im Aufstiegskampf, dann könnte die SVE am Sonntag schon alles in Düsseldorf klar machen. Ein Vorteil für die Saarländer? Die Mannschaft von Vincent Wagner wird die Ergebnisse der Mitstreiter schon vor Anpfiff kennen. Und auf Sieg wird Elversberg so oder so spielen. Etwas anderes kann sich auch Münster nicht erlauben, denn für die Adlerträger sind zwei Erfolge in den verbleibenden Spielen Pflicht - andernfalls steht der Abstieg endgültig fest. Gewinnen jedoch die Konkurrenten parallel, dann ist alle Hoffnung vergebens.

Fünf Spiele im Fokus

SCP07 gegen KSC: Paderborn muss Aufholjagd starten

Paderborn legt am Freitagabend vor. Weiter hadern die Ostwestfalen mit der Tatsache, dass ausgerechnet gegen die direkten Konkurrenten im Aufstiegskampf kein einziger Sieg erspielt wurde. Und dann wurde es mit dem 1:5 in Elversberg auch noch so deutlich. In den Köpfen der Paderborner steckt die Angst vor dem eigenen Erfolg, der am Ende womöglich den Aufstieg kosten könnte. Aber mit einem Sieg im Heimspiel gegen Karlsruhe würde der SCP07 sogleich Druck auf die Konkurrenten ausüben. Ein Sieg muss her.

Für KSC-Coach Christian Eichner wird es derweil das letzte Auswärtsspiel mit den Badenern nach über sechs Jahren. Seitdem das Aus des Cheftrainers feststeht, gab es vier abwechslungsreiche Partien für die Karlsruher - zwei Siege stehen zwei Niederlagen gegenüber, was zumindest dafür spricht, dass die Mannschaft weiterhin alles an einen positiven Abschied setzt. Gerade nach den Niederlagen gegen Elversberg (0:3) und Hannover (1:3) kann auch der KSC noch etwas beweisen.

FCK gegen DSC: Bielefeld am Betzenberg zum Klassenerhalt?

Findet Kaiserslautern noch einmal Motivation im Saisonfinale? Seit 313 Minuten warten die Roten Teufel auf einen eigenen Treffer und kassierten zuletzt drei Niederlagen am Stück. Die Zeit am Betzenberg von Urgesteinen wie Daniel Hanslik oder Kenny-Prince Redondo scheint ohne weitere Highlights zu enden, denn der FCK trat zuletzt ideenlos und uninspiriert auf. Auch die Kritik an Cheftrainer Torsten Lieberknecht nimmt daher im Umfeld nicht ab. Zu einem völlig unnötigen Zeitpunkt steht der Verein vor einer Zerreißprobe.

Arminia Bielefeld muss ohne Cheftrainer Mitch Kniat am Betzenberg bestehen. In fünf Spielen sammelten die Ostwestfalen zuletzt acht Punkte ein, weshalb der Klassenerhalt greifbar wird. Aber der Fußballlehrer vergriff sich in der vergangenen Woche in der Wortwahl, was eine Rote Karte nach Spielschluss zur Folge hatte. Für seinen "normalen Umgangston", wie Kniat überrascht feststellte, wurde der Cheftrainer für eine Partie gesperrt. Patzen die Konkurrenten im Abstiegskampf, dann kann Bielefeld mit einem Sieg für Planungssicherheit sorgen.

BTSV gegen SGD: Dresden kann alles klarmachen

Braunschweig führt das Trio der 34-Punkte-Mannschaften an. Aufgrund des besseren Torverhältnisses gegenüber Düsseldorf und Fürth steht die Eintracht derzeit auf dem rettenden Ufer, doch die Gewissheit, dass die Konkurrenten weiter im Gleichschritt mit dem BTSV agieren, gibt es natürlich nicht. Daher wären frische Zähler im direkten Duell mit Dynamo Dresden zwingend notwendig - auch, um die Sachsen im Endspurt vielleicht noch einmal unten hinein zu ziehen und nervös zu machen. Der Trainerwechsel zu Lars Kornetka hätte einen größeren Effekt haben können.

Dresden zählt in der unteren Tabellenhälfte zu den wenigen Vereinen, die an ihrem Trainer festgehalten haben. Und Thomas Stamm formte aus dem Aufsteiger eines der besten Rückrundenteams, das die Last der miserablen Hinrunde mit einem weiteren Sieg endgültig abwerfen könnte. Denn ein Erfolg im direkten Duell mit Braunschweig würde den sicheren den Klassenerhalt bedeuten. Da die SGD zuletzt drei Siege aus vier Spielen holte, ist damit zu rechnen, dass die Stamm-Elf ihre Chance ergreifen will.

F95 gegen SVE: Elversberg nicht mehr aufzuhalten?

Alexander Ende startete als Cheftrainer mit einer ernüchternden Niederlage, auf die ein umjubelter Sieg folgte. Und beim FC Schalke 04 mussten sich die Düsseldorfer die Feierlichkeiten anschauen, weil der Tabellenführer einen 1:0-Sieg holte. Für die Fortuna bedeutete das wieder den Absturz auf den Abstiegs-Relegationsrang - und mit der SV Elversberg wird nun wieder ein Gegner zu Gast sein, der unter Umständen die Sektkorken mit einem Erfolgserlebnis knallen lassen kann. Düsseldorf braucht Punkte, um den Klassenerhalt am letzten Spieltag in der eigenen Hand haben zu können.

Im Saarland steht der große Wurf bevor. Scheitern Paderborn und Hannover, dann hat die SVE in Düsseldorf einen Matchball und könnte sich zum 59. Bundesligisten in der Geschichte des deutschen Fußballs schießen. Warum nicht? In etwa so wird SVE-Coach Vincent Wagner die Situation wohl sehen, denn mit seiner erfrischenden Bodenständigkeit und Ehrlichkeit führte er Elversberg schon in der vergangenen Woche zum fulminanten 5:1-Sieg gegen Konkurrent Paderborn. Ob sich die SVE in ihrem Rausch noch einmal aufhalten lässt, ist die Frage der Fragen.

SCP gegen SV98: Münster muss zwingend gewinnen

In Münster ist die Rechnung einfach. Aus zwei Spielen müssen zwingend zwei Siege folgen - und dann brauchen die Adlerträger auch noch reichlich Schützenhilfe. In der vergangenen Woche konnte Münster dem sicheren Abstieg mit einem 3:3-Unentschieden in Hannover entkommen, doch die drohende Gewissheit schwebt weiter über den Köpfen der Preußen. Nach wie vor würde es einem kleinen Fußballwunder gleichen, wenn die Adlerträger noch ein Comeback in der Tabelle feiern könnten. Ob außerhalb von Münster noch jemand daran glaubt, ist zweifelhaft.

Für den SV Darmstadt 98 ist hingegen der Aufstiegszug abgefahren. Ausgerechnet in der Crunchtime präsentierten sich die Lilien zu selten auf Augenhöhe, was zu einer Serie von sieben Spielen ohne Sieg führte. Hinzu kommt massives Verletzungspech in den vergangenen Wochen, sodass eine Saison ihrem Ende entgegen geht, die für die Hessen so viel mehr zu bieten gehabt hätte. Zur Erinnerung: Bis zum 23. Spieltag hatte Darmstadt gerade einmal zwei Niederlage einstecken müssen. Gerade deshalb trifft die aktuelle Negativserie die Lilien mit voller Härte.

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