VfL Bochum dominiert die Liga
Das 1:0 gegen 1860 München bedeutete den fünften Sieg in Folge für den VfL. Somit haben die Bochumer die maximale Punkteausbeute erreicht und grüßen verdient von der Tabellenspitze.
Gefährlich in der Offensive – Stabil in der Defensive
Beim VfL Bochum läuft es derzeit einfach. Zwar hatte man mit dem letzten Gegner aus München über einen langen Zeitraum zu kämpfen, zeigte aber eine große Geduld und ging letztendlich auch verdient als Sieger vom Platz. Wie schon in der letzten Saison macht den VfL seine Qualität in der Offensive aus und eine enorme Effizienz. Auch hier dient das letzte Spiel wieder als gutes Beispiel. Aus dem Nichts schoss Simon Terodde das sehenswerte 1:0. Doch viel wichtiger zu bemerken ist, dass den zehn, geschossenen Toren, nur zwei Gegentore gegenüber stehen. Musste der VfL in der letzten Saison noch 55 und damit die meisten Gegentreffer hinnehmen, so ist die Defensive nun nicht mehr ansatzweise so anfällig. In den ersten fünf Partien, blieben die Bochumer dreimal ohne Gegentor, was schon für sich spricht. Hier scheint Trainer Gertjan Verbeek die Vorbereitung ideal genutzt zu haben, seine Verteidiger in gewissen Bereichen zu verbessern, denn es ist die gleiche Innenverteidigung, die schon einen Großteil der vergangenen Saison gespielt hat. Hervorzuheben ist Patrick Fabian, der in der vergangenen Spielzeit oft kritisiert wurde, nun aber ein Garant dafür ist, dass die Gegner nicht mehr so leicht durch die VfL-Hintermannschaft kommen bzw. nicht jeder Standard zu einer Torchance führt.
Neuzugänge schlagen voll ein
Auch die Neuzugänge tragen maßgeblich zum derzeitigen Erfolg des VfL teil. Hier ist zum einen Janik Haberer, der bis dato Verantwortliche und Fans vollends überzeugt. Wurde bei Bekanntgabe der Verpflichtung noch gemutmaßt, um wen es sich handelt, so zeigt Haberer nun, weshalb Sportvorstand Christian Hochstätter diese Verpflichtung getätigt hat. Hier zeigt sich auch mal wieder, dass Außenstehende nicht nur Daten, welche im Internet über den Spieler zu finden sind, als Bewertungsgrundlage nehmen sollten. Auch Tim Hoogland hat sich sofort einen Stammplatz erspielt. Der Sechser überzeugt mit einer enormen Abgeklärtheit und einer gesunden Mischung aus defensivem und offensivem Spiel. So unterbindet er Angriffe der Gegner genauso gut, wie er eigene Angriffe einleiten kann. Zudem hat sich der VfL in der Breite verstärkt, was für einen höheren Konkurrenzkampf sorgt. Spieler wie Thomas Eisfeld, Peniel Mlapa oder Arvydas Novikovas werden die Länderspielpause nutzen, um sich wieder näher an die Mannschaft zu spielen und den derzeit gesetzten Spielern positiven Druck machen. Zudem werden in naher Zukunft auch die Rekonvaleszenten wie Selim Gündüz wieder konkurrenzfähig sein und die Möglichkeiten für Cheftrainer Gertjan Verbeek erweitern.
VfL kann einiges erreichen
In Bochum haben Mannschaft und Verantwortliche derzeit etwas entfacht, was es in der Art länger nicht an der Castroper Straße gegeben hat. Trotz alledem bleiben die Protagonisten weiter auf dem Boden und denken von Spiel zu Spiel. Sportvorstand Christian Hochstätter hat nach dem Sieg über 1860 München nochmals verdeutlicht, dass man noch keine Erfolge feiern kann, sondern derzeit „nur“ fünf Siege in Folge hat. Es ist klar, dass auch wieder Spiele kommen werden, die man verliert und eventuell auch zwei oder drei Niederlagen hintereinander. Die Mannschaft wirkt aber gefestigter als in den Vorjahren und könnte auch kleinere Rückschläge wegstecken, um anschließend wieder in die Erfolgsspur zu gelangen. Bleibt man in Bochum weiter so realistisch und konzentriert, so wird man noch einige Zeit in den oberen Bereichen der Tabelle vertreten sein.
Guter Bericht von Max Villis, der den „Höhenflug“ des VFL doch erklärbarer und nachvollziehbar macht. Obwohl KSC-Fan, freue ich mich und gönne es dem VFL !!