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1. FC Köln: Sieg durch "puren Willen"

Der 1. FC Köln hat am Dienstag Abend seine beeindruckende Rückkehr in die 2. Bundesliga fortgesetzt und mit einem 2:1-Heimsieg über den FC Ingolstadt die Tabellenführung gefestigt. In einem schweren Spiel gegen die Schanzer machte am Ende wieder einmal Torjäger Simon Terodde den Unterschied.

Anfang verärgert: "Wenn wir 3:0 führen, kann keiner was sagen"

Dass es am Ende zu diesem dreifachen Punkterfolg kommen würde, war lange Zeit gar nicht so deutlich abzusehen. Zwar war der "Effzeh" schon in der ersten Hälfte drückend überlegen, konnte aber keine seiner Chancen in einen Torerfolg umsetzen. Stattdessen fiel kurz nach der Pause das etwas überraschende 0:1 gegen immer stärker werdende Oberbayern. Diese zeigten sich unter dem neuen Trainer Alexander Nouri deutlich verbessert und stellten die Kölner insbesondere nach der Pause vor einige Schwierigkeiten: Dementsprechend bedient war Trainer Markus Anfang nach der Partie auf der Vereinsseite: "Wenn wir nach den ersten 35 Minuten mit 3:0 führen, kann keiner etwas sagen. Wir machen aber das Tor nicht und dann plätschert das Spiel bis zur Halbzeit vor sich hin. Nach der Halbzeit kommen wir nicht gut raus und bekommen das Gegentor. Das kann auch mal nach hinten losgehen." Die Mannschaft gab sich aber – wie auch schon nach den Rückständen in Hamburg und gegen Paderborn – nicht auf und kämpfte sich zurück. Leitfigur war wieder einmal Offensivmann Simon Terodde, der mit seinem Doppelpack das Spiel drehen und seiner Mannschaft drei Punkte schenken konnte.

"Zum Glück gerettet"

Für den Torschützen war insbesondere sein zweiter Treffer ein ganz besonderer Moment im Stadion: "Nach dem 0:1 haben wir gezeigt, dass wir sehr viel Selbstvertrauen haben und an unsere eigenen Stärken glauben. Das 2:1 war dann ein schöner Donnerhall im Stadion.“ Innenverteidiger Lasse Sobiech versuchte im Anschluss an das Spiel auch eher die positiven Aspekte hervorzuheben und nicht den unnötigen Rückstand zu erklären: "Es war schwer für uns, aber am Ende haben wir uns zum Glück gerettet. Das war der pure Wille." Dank dieses Willens kann der 1. FC Köln auch am Mittwoch nicht mehr von der Tabellenspitze verdrängt werden. Mit 29 Toren in sieben Spielen sind die Partien der Kölner dabei in dieser Saison insgesamt ein wahres Spektakel, dass nur im Heimspiel gegen Paderborn zu Ungunsten des Bundesliga-Absteigers ausging. Auch die 16 Punkte zum Saisonstart scheinen den Plan zur Rückkehr in die Bundesliga in jedem Fall umsetzbar zu machen. Der nächste Schritt dazu erwartet die Rheinländer am kommenden Freitag Abend auf der Bielefelder Alm, wo gegen die heimstarken Arminen der nächste Sieg eingefahren werden soll.