1. FC Magdeburg: Ernüchterung nach Niederlage in Köln

Durch die 0:3-Niederlage in Köln steht der 1. FC Magdeburg zum Abschluss der Hinrunde auf einem direkten Abstiegsplatz. Dabei zeigten die Gäste wie schon zuletzt unter Neu-Trainer Michael Oenning vor allem im ersten Durchgang eine gute Leistung, belohnten sich jedoch wieder nicht.

FCM verpasst die Führung

"Magdeburg hat es richtig ordentlich gemacht. Sie haben viele Zweikämpfe gewonnen und hatten in der ersten Hälfte auch eine gute Torchance", gab es für den FCM Lob durch Kölns Trainer Markus Anfang. Doch vom Lob kann sich der Aufsteiger – mal wieder – nichts kaufen, wartet weiter seit dem 30. September auf einen Sieg, holte seitdem nur drei Punkte aus neun Partien und beendet die Hinrunde auf einem Abstiegsplatz.

Dabei kamen die Magdeburger gut in die Partie, mussten zwar einige gefährliche Szenen im und rund um den eigenen Strafraum überstehen, hätten aber nach zehn Minuten durch Felix Lohkemper selber in Führung gehen können, dessen Schuss jedoch geblockt wurde. "Wir hatten in der Anfangsphase etwas Glück, da hätte es schon klingeln können. Danach haben wir es aber gut gemacht. Dann hat man glaube ich nicht gesehen, wer Tabellenzweiter und wer Vorletzter ist. Wenn wir durch Felix Lohkemper in Führung gegangen wären, hätten wir es vielleicht etwas einfacher gehabt", wird Verteidiger Tobias Müller von der "Volksstimme" zitiert.

Oenning mit Auftritt dennoch zufrieden

Im Laufe des Spiels setzte sich jedoch die Qualität der Geißböcke durch, die bei der Führung durch Cordoba (33.) und dem 2:0 von Drexler (48.) auch das nötige Glück auf ihrer Seite hatten. In der Nachspielzeit setzte Terodde mit seinem 21. Saisontor den Schlusspunkt. Der Kölner Angreifer hat somit mehr Tore als der FCM insgesamt. "Wir haben nicht viel zugelassen. In der einen oder anderen Situation waren wir aber nicht konzentriert genug. Der FC hat eigentlich nicht so viel auf den Platz gebracht. Am Ende treffen wieder Cordoba, Drexler und Terodde - obwohl alle drei gar nicht so auffällig waren", zeigte sich Dennis Erdmann enttäuscht.

Auch wenn es für den FCM am Ende die achte Niederlage im 17. Spiel gab, sah Oenning gute Ansätze, die ihm für die Zukunft Mut machen: "Trotzdem bin ich mit der Leistung meiner Mannschaft, gerade in der ersten Hälfte, zufrieden. Wir haben gezeigt, dass Potenzial im Team steckt. Wir müssen weiter an den Automatismen arbeiten. Der Weg, dass wir Fußball spielen wollen, ist alternativlos."

Zum Jahresabschluss geht’s für die Magdeburger am Samstag nach Hamburg zum FC St. Pauli – dem Tabellenvierten. Dort will die Mannschaft mehr als nur Lob vom Gegner

 

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