1.FCK: Gelungener Start trotz unvollendetem Kader
Zu einem echten Déjà-vu hat es am Ende nicht gereicht, da der SC Freiburg sich am Montagabend die Tabellenführung schnappte. Doch einiges im Spiel des 1.FC Kaiserslautern erinnerte stark an die Auftaktpartien der Vorjahre. Die Tabellenführung, ein Sieg oder wenigstens viele Tore boten sich den Fans der Pfälzer eigentlich immer zum Start. Den Roten Teufel ist es also einmal mehr gelungen, Hoffnung und leichte Euphorie unter den eigenen Anhängern zu wecken und ernste Zweifel am Kader schnell verstummen zu lassen.
Effektivität im Angriff – Przybylko wie einst Idrissou und Zoller
Großes Thema der Vorbereitung war der Angriff, den dann die gefühlte Notlösung Kacper Przybylko beleben sollte, nachdem andere Kandidaten nicht verpflichtet werden konnten. Der Stürmer ließ alle Kritiker nun schnell verstummen, in dem er Tore für sich sprechen ließ. Auch wenn die Abwehr des MSV Duisburg fleißig mithalf, überzeugte der Neuzugang durch Kaltschnäuzigkeit und Technik im Abschluss. Mit seinem Doppelpack reiht sich Przybylko nahtlos in die Geschichte seiner Vorgänger ein. Auch Mo Idrissou, Simon Zoller und Philipp Hofmann gelangen in deren Pflichtspielpremieren für den FCK gleich einer oder mehrere Treffer. Erstgenannten gelang im Anschluss eine gute Saison mit ordentlicher Torquote, einzig Hofmann konnte den Ansprüchen nicht gerecht werden.
Auch Halfar und Vucur mit guten Eindrücken – Kader weiter unvollendet
Neben Przybylko gaben auch Daniel Halfar und Stipe Vucur ihre Visitenkarte ab. Rückkehrer Halfar zeigte dabei bereits als Dreh- und Angelpunkt des Pfälzer Spiels, versorgte die Offensive mit klugen Pässe und könnte so die wichtige Führungsposition im Team einnehmen, die von ihm erwartet wird. Vucur zeigte sich nach hinten stabil, auch wenn das neue Abwehr-Duo mit Tim Heubach selten ernsthaft auf die Probe gestellt wurde. Der Neuzugang konnte sich außerdem mit dem langen Pass zum 3:0 einen Scorerpunkt sichern. Die Stimmung um den Betzenberg dürfte nach dem gelungenen Auftakt jedenfalls Bestens sein. Die Neuen zeigten sich stark, das Team scheint gefestigt und außerdem kündigte Trainer Kosta Runjaic auch nach dem Spiel nochmals an, dass die Planungen weiterhin laufen. Es darf also mit weiteren Verstärkungen gerechnet werden. Zunächst liegt der Fokus aber auf dem Heimauftakt gegen Eintracht Braunschweig (Fr. 20:30). Dann wartet ein Gegner auf Augenhöhe und es wird sich zeigen, ob die Pfälzer die ersten Eindrücke bestätigen können.