1860 München steht mit dem „Arsch an der Wand‟
Es herrschen unruhige Tage an der Grünwalder Straße. Nach dem 0:3 gegen Union Berlin scheint jede Aufbruchstimmung der letzten Wochen verschwunden. Im Umfeld wird erneut Kritik laut, Sportdirektor Gerhard Poschner und auch Coach Torsten Fröhling werden in Frage gestellt. Die Fans fürchten mehr denn je um den Klassenerhalt. Vor der Partie gegen den FSV Frankfurt (Fr. 18:30) findet Poschner gegenüber dem „Merkur‟ entsprechend deutliche Worte: „Wir haben noch 270 Minuten, um uns in den sicheren Hafen zu retten. Die Mannschaft muss die Besessenheit entwickeln, dieses Ding zu schaukeln. Wir wollen unter allen Umständen den direkten Klassenerhalt schaffen. Dass dazu ein Auftritt wie gegen Union Berlin nicht ausreichend sein wird, ist der Mannschaft bewusst.“
Schicksalsspiel gegen den FSV Frankfurt
Im Hintergrund plant der Sportdirektor bereits zweigleisig für die neue Saison. Dass diese weiterhin in der Zweiten Bundesliga gespielt wird, bleibt dabei das Ziel. Hoffnung macht Poschner, dass sein Team in Drucksituationen bislang immer positiv reagiert habe: „Immer wenn wir die Chance hatten nachzulegen, haben wir sie in dieser Saison vertan. Aber fast immer, wenn wir mit dem Rücken zur Wand standen, haben wir gepunktet. Jetzt stehen wir mit dem Arsch an der Wand.“ Am Freitag könnten die Löwen jedenfalls vorlegen, den Gegner aus Frankfurt nochmals in den Keller ziehen und gleichzeitig die anderen Kontrahenten unter Druck setzen. Eine Chance also für München, die sich aber in Fall einer Niederlage ins Gegenteil kehren könnte. Bei einer Pleite ginge dem TSV der zitierte „Arsch‟ wohl auf Grundeis und die Chancen wären vor dem Saisonfinale gegen Nürnberg (H) und Karlsruhe (A) erheblich verschlechtert.