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"19 Torschüsse sind gut, ein 2:3 nicht": FCN weiter aus dem Tritt

© IMAGO / Zink

Lange Zeit war der 1. FC Nürnberg ungeschlagen, inzwischen rumpelt es im Frankenland regelmäßig. Dabei war die 2:3-Niederlage gegen Tabellenführer St. Pauli eigentlich nicht nötig, wie die Beteiligten nach Abpfiff fanden. Da nutzte auch ein Traumtor von Johannes Geis nichts.

Geis würde gegen Punkte tauschen

"Der Ball kommt gut von Tom Krauß, ich treffe ihn dann auch schön und er geht rein", resümierte der defensive Mittelfeldspieler angesichst seines Treffers zum zwischenzeitlichen 1:2-Anschluss. Aus etwas mehr als 20 Metern traf Geis in den Giebel. Zufriedenheit strahlte der 28-Jährige trotzdem nicht aus: "Am Ende hätte ich das Tor aber gerne gegen einen Punkt eingetauscht." Denn schlussendlich unterlag Nürnberg im Spitzenspiel mit St. Pauli, weil der Tabellenführer das dritte Tor vor dem zweiten Treffer der Franken machte.

"Wenn wir das 2:2 machen, kippt das Spiel auf unsere Seite, weil wir schon das Gefühl hatten, dass wir den Punch hatten", hielt beispielsweise Cheftrainer Robert Klauß zuersichtlich fest. Auch Geis stimmte zu: "Ich denke, ein Unentschieden wäre in Ordnung gewesen. Leider hat es nicht gereicht, deshalb sind wir natürlich auch enttäuscht." Gerade die Anfangsphase muss sich der FCN ankreiden, denn schon nach zehn Zeigerumdrehungen lagen die Franken mit zwei Gegentreffern im Rückstand. "Wenn man nach vier Minuten 0:1 hinten liegt gegen eine Mannschaft, die mit viel Selbstvertrauen anreist, ist das ein blöder Start", so Klauß angesichts der Umstände.

"Fehlen noch Kleinigkeiten"

Dann kam der Club durch Geis zwar zurück, doch gerade das dritte Gegentor "hat uns wieder kurz aus der Bahn geworfen". Aber wieder nicht endgültig, denn Manuel Schäffler besorgte erneut den Anschlusstreffer (72.) – allerdings ohne Ertrag auf dem Punktekonto. "In den letzten 15 Minuten hat es St. Pauli gut wegverteidigt, da hat man auch ihre Cleverness gemerkt. 19 Torschüsse gegen St. Pauli sind gut, ein 2:3 ist nicht gut", schloss Klauß daher sein Fazit. Für die Nürnberger war somit die dritte Niederlage in den letzten vier Liga-Spielen besiegelt.

"Es fehlen gegen solche Mannschaften noch Kleinigkeiten", fasste auch Geis zum Abschluss zusammen. Ausgerechnet gegen Darmstadt (0:2), Bremen (1:2) und jetzt gegen St. Pauli (2:3) zog der FCN den Kürzeren, wobei der vermeintlich größte Gegner mit den Bremern inzwischen weiter hinter dem FCN steht. Für den Mittelfeldspieler war so oder so klar, dass allgemein noch Aufgaben vor den Franken liegen: "Daran müssen wir arbeiten, dann werden wir auch mal eines der Spitzenteams schlagen." Die nächste Gelegenheit bietet sich am kommenden Samstag (13:30 Uhr) gegen den Vorjahres-Dritten aus Kiel.