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96-Fans zum Thema Jatta: "Lasst Pfiffe und Beleidigungen sein"

Am kommenden Sonntag tritt Hannover 96 beim Hamburger SV an. Wie schon bei den vergangenen Partien des HSV rückt auch vor dieser Partie das Thema Bakery Jatta in den Vordergrund – der 96-Fanverbund "IG Rote Kurve" sowie Cheftrainer Mirko Slomka nahmen nun Stellung.

Deutliche Stellungnahme der "Roten Kurve"

"Der Fall Bakery Jatta beschäftigt momentan die gesamte Liga. Mehrere Vereine haben gegen die Wertung ihrer Spiele gegen den HSV Einspruch eingelegt. Hannover 96 scheint sich diese Option ebenfalls vorzubehalten", erklärt die "Rote Kurve" in einer Mitteilung. Die betreffenden Vereine sind der VfL Bochum, der 1. FC Nürnberg sowie der Karlsruher SC. Im Spiel gegen den KSC kam es darüber hinaus zu Pfiffen gegen den Spieler.

"Solange keine Rechtsprechung erfolgt und der Ausgang des Verfahrens somit offen ist, gilt wie sonst auch die Unschuldsvermutung. Daher fordern wir alle 96er auf, Bakery Jatta so zu behandeln, wie alle anderen Spieler auch", erklärt die "Rote Kurve" und bittet um sportliche Fairness: "Also lasst Pfiffe oder Beleidigungen aufgrund dieser Thematik sein und konzentriert Euch auf die Unterstützung unseres Hannoverschen Sportvereins von 1896. Vor allem rassistische Beleidigungen haben bei uns keinen Platz!"

Slomka: "Sportsgeist in den Mittelpunkt unseres Handelns stellen."

Auch Trainer Mirko Slomka hatte sich am Donnerstag vergleichbar zu dem Thema geäußert: "Fakt ist, dass der Spieler Bakery Jatta eine Spielgenehmigung besitzt, daher werden wir uns mit ihm genauso wie mit jedem anderen Spieler im Kader unseres Gegners beschäftigen. Ich bin kein Mitarbeiter der Bundesbehörde für Passangelegenheiten und kein Anwalt, daher sind die juristischen Thematiken für mich nicht relevant", erklärte der Trainer: "Alle Fans sollten sich ebenfalls sportlich fair verhalten und sich mit dem Sport beschäftigen, nicht mit laufenden Untersuchungen. Wir leben in einem Rechtsstaat, und da gilt für jeden die Unschuldsvermutung."

Die Verantwortlichen für das Thema bei 96 würden sich "intensive Gedanken" um das Thema machen, "und dabei vor allem auch die menschliche Seite und unser gutes Verhältnis zum HSV mit in Betracht ziehen", so Slomka: "Mir persönlich würde es gefallen, wenn wir unseren eigenen Weg gehen und in diesem Fall den Sportsgeist in den Mittelpunkt unseres Handelns stellen."