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96 konsterniert nach desolatem Auftritt in Heidenheim

Im ersten Spiel nach der Entlassung von Trainer Mirko Slomka gleich die nächste bitter enttäuschende Vorstellung von Hannover 96. Mit 0:4 gingen die Niedersachsen auch in der Höhe verdient beim 1. FC Heidenheim unter. 96 kassiert damit die bereits fünfte Pleite der Saison, die darüber hinaus aufzeigt, dass die Niedersachsen in der zweiten Liga nach nunmehr dreizehn Spieltagen immer noch nicht angekommen sind.

"Die Mannschaft steht in der Verantwortung"

96-Sportdirektor Jan Schlaudraff war nach Abpfiff komplett bedient: "Wir müssen schnellstmöglich dahin kommen, dass wir Stabilität in unser Spiel kriegen. Wenn man sieht, wie wir die Gegentore bekommen, dann ist das einfach zu leicht und dann braucht man auch nicht von irgendetwas anderem sprechen. Sondern es geht darum, sich über Stabilität und Ergebnisse Stück für Stück Selbstvertrauen zurück zu erarbeiten."

Das Interimstrainer-Duo nahm er von seiner Kritik explizit aus und stattdessen die Mannschaft in die Pflicht: "Wir haben als Mannschaft heute 0:4 verloren und wenn man sieht, wie die Gegentore gefallen sind, dann ist es egal, wer der Trainer ist. Da geht es dann um Eigenverantwortung und die Verantwortung der Mannschaft beim Verteidigen. Da braucht man sich über nichts anderes zu unterhalten"

Verheerendes Zwischenzeugnis

In der anstehenden Länderspielpause ist also einiges aufzuarbeiten. Neben der ungelösten Trainerfrage gilt es nun eben auch Mechanismen in Gang zu setzen, die einen solch leidenschaftslosen Auftritt des Bundesliga-Absteigers in Zukunft verhindern, der Relegationsrang 16 ist nur einen Punkt entfernt. Für 96-Kapitän Marvin Bakalorz geht es dabei zunächst einmal um fußballerische Basics und Grundtugenden: "Jedes Spiel ist knüppelhart und das ist uns heute bewusst geworden. Zweikämpfe und wie man in das Spiel geht, ist das Allerwichtigste und daran müssen wir arbeiten."

Torwart Ron-Robert Zieler analysiert entsprechend: "Wenn man solche Fehler macht, dann darf man sich nicht wundern. Wir nehmen uns so viel vor und kriegen dann die Basics nicht auf den Platz. Das kann natürlich nicht funktionieren." Es gibt also keinerlei Ausreden mehr bei den "Roten". Jan Schlaudraff kündigte Gespräche an, in der die Sportliche Leitung die Spieler an ihre Aufgaben erinnern soll. "Wir setzen uns zusammen, wie wir die nächsten Wochen angehen wollen." Viel zu tun in der niedersächsischen Landeshauptstadt, um spätestens Ende November endlich in Liga 2 anzukommen.