1860: Unnötige Heimpleite stoppt die Aufbruchstimmung

Mit dem Rückenwind einer guten Vorbereitung wollten die Münchner Löwen in eine möglichst erfolgreiche Restserie starten. Besonders die miserable Heimbilanz der Sechziger sollte direkt zum Auftakt gegen Aufsteiger 1.FC Heidenheim ausgebessert werden. Am Ende standen jedoch erneut null Punkte für die Elf von Markus von Ahlen, die Starteuphorie wurde gebremst und das Team findet sich wieder mitten im Überlebenskampf. liga2-online.de blickt zurück auf die Partie vom Montagabend, die Gründe für die Pleite der Löwen und die möglichen Folgen.

Stark begonnen und stark nachgelassen

Zunächst sah vieles verbessert aus bei 1860, die ohne Neuzugänge in der Startelf aufliefen. Doch die Mannschaft zeigte sich in guter Verfassung, dominierte den Gegner weitestgehend und kam zu Torchancen. Folgerichtig gingen die Löwen auch durch Rubin Oktoties 13. Saisontreffer in Führung. Nach einer halben Stunde sah vieles nach einem guten Jahresstart für Sechziger aus, doch dann gaben sie alles aus der Hand. Als hätte jemand den Stecker gezogen, stoppte die von Ahlen-Elf ihr Offensivspiel, igelte sich vermehrt hinten ein und versuchte nur mit langen Bällen nach vorne zu kommen. Damit brachten sie Heidenheim ins Spiel, die nach der Pause schließlich verdient zum Ausgleich kamen. Nachdem der Platzverweis gegen Ilie Sanchez die Lage der Löwen weiter verschlechtert hatte, kam es, wie es kommen musste und Florian Niederlechner drehte das Spiel zu Gunsten der Gäste. Die Münchner hatten dem nicht mehr viel entgegenzusetzen, daran änderte auch die Einwechslung der Neuzugänge Anthony Annan und Krisztian Simon nichts mehr.

Tabellensituation prekär – Trainerfrage steht im Raum

Nun wäre jedoch ein Heimsieg zum Start extrem wichtig gewesen, besonders wenn man die Ergebnisse der anderen Teams im Tabellenkeller bedenkt. Besonders der Sieg von Erzgebirge Aue hatte die Löwen, die somit nur das bessere Torverhältnis vom letzten Tabellenplatz trennt, ohnehin unter Druck gesetzt. Dazu konnten auch Sandhausen, Aalen und St. Pauli jeweils einen Punkt holen und somit wenigstens einige positive Akzente aus dem Jahresstart ziehen. In München hingegen wird die insgesamt sechste Heimniederlage der Saison direkt für neue Unruhe im Verein sorgen. Das Team steht vor dem schweren Spiel in Darmstadt erheblich unter Druck und auch der Trainerstuhl beginnt zu wackeln. Markus von Ahlen ist zwar erst seit Ende September im Amt, konnte aber von dreizehn Ligaspielen nur drei gewinnen und das Team nicht in Form bringen. Auch das Verhalten der Elf nach der Führung gegen Heidenheim könnte auf die Mauertaktik des Trainers zurückzuführen sein. Nach dem Spiel sprach Löwen-Sportchef Gerhard Poschner seinem Coach zwar weiterhin das Vertrauen für das nächste Spiel aus, sollte jedoch eine weitere Pleite folgen, erscheint es fraglich, ob zum Kellerduell gegen St. Pauli (21. Februar) noch immer Markus von Ahlen auf der Bank sitzen wird. Es herrschen weiterhin wilde Zeiten bei den Münchner Löwen und aus vermeintlicher Aufbruchstimmung wurde bereits nach wenigen Tagen wieder blanker Abstiegskampf.

 

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