Darmstadt: "Lilien" auch ohne Sieg ein Gewinner
Trotz mäßiger Vorstellung keine Niederlage, die Erfolgsserie damit ins neue Jahr mitgenommen und auch ohne Sieg sogar mit einem größeren Polster: Darmstadt 98 hat beim 3:3-Spektakel beim VfL Bochum auch mit Sand im Getriebe seinen Platz in der Aufstiegszone gefestigt. Für die "Lilien" bedeutete diese Feststellung aber nach dem Rückrundenstart schon die beste Erkenntnis.
"Im Großen und Ganzen zu wenig"
In der kritischen Bewertung ihrer Leistung beim Bundesliga-Absteiger nach zweimaliger Führung waren sich Darmstadts Leistungsträger nach Spielschluss einig. "Wir haben insgesamt kein gutes Spiel gemacht", meinte Kapitän und Torhüter Marcel Schuhen nach dem "wilden Ritt" in den Klubkanälen. Auch für Routinier Fabian Holland war der Auftritt "im Großen und Ganzen zu wenig von uns".
Die Unzufriedenheit der Hessen erschien nachvollziehbar. Nach dem 1:0 durch Fraser Hornby (7.) sowie dem späteren 3:2 nach Isac Lidbergs zwölftem Saisontreffer (36.) und einem Eigentor (68.) der Westfalen war der siebte Auswärtssieg bis zum erneuten Ausgleich der Hausherren möglich.
Trainer Florian Kohfeldt schließlich fasste die gemischte Gefühlslage im Darmstädter Lager treffend zusammen. "Können wir das Spiel gewinnen? Ja, auf jeden Fall. Können wir es verlieren? Ja, ebenfalls auf jeden Fall. Das Unentschieden ist daher das gerechte Ergebnis", gab sich der Coach salomonisch.
Ein Punkt Vorsprung als Lohn
Kohfeldt konnte sich nicht zuletzt durch den Blick auf die Tabelle generös geben. Durch sein achtes Spiel in Serie ohne Niederlage (16 Punkte) behauptete Darmstadt nicht nur den Aufstiegsrelegationsrang, sondern erarbeitete sich sogar einen Punkt Vorsprung auf Verfolger SC Paderborn.
Die Grundlage für den Weg zurück ins Oberhaus ist mithin trotz des mäßigen Starts in die zweite Saisonhälfte nicht einmal schlechter schlechter geworden. Gegen den 1. FC Nürnberg soll am Freitag im eigenen Stadion der nächste Schritt gelingen.