Alles, was ihr zum 19. Spieltag wissen müsst

Die Winterpause ist vorbei und die Zweitligisten bekamen am vergangenen Wochenende schon den ersten Eindruck, was die Vorbereitung gebracht hat. Jetzt geht es an den Feinschliff, um ein erfolgreiche Rückrunde zu spielen. liga2-online.de gibt eine Übersicht für den 19. Spieltag.

Die Ausgangslage

Schalke, Elversberg, Darmstadt, Paderborn, Hannover, Hertha - gleich sechs Spitzenteams konnten zum Start ins neue Jahr nicht dreifach punkten. Einzig der 1. FC Kaiserslautern setzte sich in einem Verfolgerduell durch und hielt den Anschluss an die Aufstiegsränge. Da stellt sich die Frage, ob sich eine Mannschaft auf den letzten Metern des Winter-Transfermarkts noch für den großen Wurf verstärken wird. Und Schalke antwortet: Ja! Denn Ex-Bundesliga-Stürmer Edin Dzeko steht bei den Königsblauen offensichtlich in den Startlöchern. Ein Thema, das den Revierklub fast täglich in die Schlagzeilen beförderte.

Im Tabellenkeller gab es gleich mehrfach die direkten Duelle, in denen Düsseldorf, Magdeburg und Dresden die "Big Points" gegen Bielefeld, Braunschweig und Fürth setzen konnten. Umso wertvoller waren die Punkte für Nürnberg (3:2 gegen Elversberg), Karlsruhe (2:0 gegen Münster), Kiel (2:0 gegen Paderborn) und Bochum (3:3 gegen Darmstadt), um nicht direkt wieder zur Jahresbeginn in den Abwärtsstrudel gezogen zu werden. Denn zwischen Platz 8 und Platz 16 liegen gerade einmal sechs Punkte, was angesichts der knappen Ergebnisse am vergangenen Spieltag noch kein beruhigender Puffer für eine Mannschaft sein dürfte.

Fünf Spiele im Fokus

DSC gegen Kiel: Bielefeld auf bedrohlichem Kurs

Der Abwärtstrend von Arminia Bielefeld nimmt bedrohliche Züge an. Seit sechs Spielen ist die Mannschaft von Mitch Kniat sieglos, darunter vier Niederlagen. Ohne den guten Saisonstart wären die Ostwestfalen längst im Keller angekommen, denn aus 13 Partien gab es insgesamt nur noch neun Punkte - die Bilanz eines Absteigers. Kracherduelle gegen Dresden, Braunschweig, Magdeburg oder Fürth kommen in den nächsten Wochen, sodass Bielefeld ein Erfolgserlebnis für die anstehenden Aufgaben dringend gebrauchen könnte.

So richtig in Gefahr war Holstein Kiel in dieser Saison bislang noch nicht, obwohl die Störche durch vereinzelte Rückschläge stets am Rand des ganz großen Drucks agierten. Zwei Siege in Folge haben die Lage an der Förde aber deutlich entspannt, weshalb das Team von Marcel Rapp weiter befreit aufspielen könnte. In der Formtabelle gehört Kiel sogar zu den stärksten Mannschaften, daher steht nur die wiederkehrende Frage aus, wie gut die Norddeutschen ihre Leistungen in die nächste Partie mitnehmen können.

KSC gegen Hertha: Letzte Konsequenz fehlt den Berlinern

Die Badener feierten zum Starts ins neue Jahr den Befreiungsschlag. Eine Negativserie von fünf Niederlagen am Stück wurde bereits vor der Winterpause durch das 2:2-Unentschieden gegen Bochum durchbrochen, aber gerade der 2:0-Sieg gegen Münster war Balsam auf der Karlsruher Seele. Ein direkter Freistoßtreffer und ein verwandelter Elfmeter durch Marvin Wanitzek ebneten den Weg, um wieder neues Selbstvertrauen zu tanken. Und die Null stand auch erstmals wieder seit September. Gute Argumente für Christian Eichner.

Hertha BSC quält sich weiter an die Spitzenplätze heran. Drei Spiele, drei Unentschieden - den großen Schritt verpasste der Hauptstadtklub in den vergangenen Partien wiederholt. Allerdings musste sich die Mannschaft von Stefan Leitl zuletzt auch mit dem Spitzenreiter aus Gelsenkirchen messen, was wiederum ein positives Signal nach Außen sein kann: Die Königsblauen konnten die Hertha-Abwehr nicht knacken, aber in der Offensive fehlt den Berlinern die letzte Durchschlagskraft. 21 Tore bedeuten weiter den harmlosesten Angriff unter den Top-Teams.

Fürth gegen BTSV: Früher Abgesang beim Kleeblatt?

Heiko Vogel ist mit dem Kleeblatt weiter auf einem Himmelfahrtskommando. Aus zwölf Spielen holte Fürth nur noch einen Sieg und zwei Unentschieden, weshalb auch der Trainerwechsel in den letzten Wochen vor Weihnachten noch keinen Grund zum Aufatmen bot. Die Franken sind zurecht auf dem letzten Tabellenplatz angekommen, denn nach wie vor ist das Abwehrverhalten der Fürther ein Graus. Bei 46 Gegentoren in 18 Partien müsste das Kleeblatt schon drei Tore pro Spiel schießen, um die Wackler auszugleichen. Vorne wie hinten braucht es dringend Lösungen.

Ein Momentum, in das Braunschweig hineingrätschen möchte. Vor der Winterpause zählte die Eintracht zu den formstärksten Teams der Liga, doch gegen Magdeburg gab es das böse Erwachen. 0:3 im eigenen Stadion - nach den letzten Erfolgen ein herber Dämpfer für den BTSV, der nun das zweite Kellerduell in Folge erwartet. Bei den Niedersachsen wird der Fokus darauf liegen, dass der nächste direkte Konkurrent seinen Abstand nicht verkürzen kann. Denn Braunschweig belegt nun das rettende Ufer, das alle erreichen wollen.

FCM gegen SGD: Beidseitige Hoffnungen auf das Derby

Vier Siege holte Petrik Sander zuletzt aus fünf Spielen. Damit ist Magdeburg das Team der Stunde und sammelte sogar mehr Zähler wie Spitzenreiter Schalke in den letzten Wochen. Angesichts der Leistungen werden die Sorgen der Magdeburger im Abstiegskampf geringer, wenngleich der Abstand zum unteren Relegationsplatz weiterhin nur einen Zähler beträgt. Sollte der FCM aber auch das Derby gegen Dresden gewinnen, wäre wieder ein Konkurrent auf der Strecke geblieben. Allerdings gilt Obacht im umgekehrten Fall.

Die SGD zeigte ebenfalls Nerven, in dem Fürth im Abstiegsgipfel mit 2:0 nach Hause geschickt wurde. Ein Lebenszeichen der Stamm-Elf, die in der Hinrunde lange Zeit kaum Highlights aufweisen konnte. Allerdings zeigte Dynamo immer wieder, was möglich sein könnte - und wenn die SGD das weiter in Zählbares umsetzt, dann könnte Dresden den Anschluss zu den Nicht-Abstiegsplätzen wieder herstellen. Der Erfolg der Vorwoche muss vergoldet werden, um seinen Wert zu unterstreichen.

S04 gegen FCK: Königsblau dominiert mit Dzeko-Schlagzeilen

Edin Dzeko wurde Torschützenkönig in der Bundesliga und in der italienischen Serie A. Den Meistertitel holte er einmal in Deutschland, zweimal in England. Pokalsieger, Superpokalsieger und Ligapokalsieger sowie vier Titel als Fußballer des Jahres stehen dazu noch in der Vita des bosnischen Rekord-Nationalspielers. Aber wird der 39-jähriger Stürmer in der 2. Bundesliga auch noch zum Aufstiegshelden? Die Meinungen der Fans gehen auseinander, zumal Dzeko noch nicht offiziell unterschrieben hat - und somit in der Partie gegen Kaiserslautern noch fraglich sein dürfte. Aber Schalke dominierte die Schlagzeilen, was vielleicht auch Druck von der Mannschaft nehmen kann.

Die Roten Teufel setzten sich wiederum als einziges Team in der Spitzengruppe am vergangenen Spieltag durch. Der 0:1-Rückstand im Verfolgerduell gegen Hannover schockte die Lautrer nicht, die ihre Überzahlsituation am Ende ruhig ausspielten und einen 3:1-Sieg davontrugen. Konstanz ist ein Thema beim FCK, denn auf jeden Sieg folgte in den vergangenen Wochen kein weiterer Erfolg. Nun könnte es wieder der Startschuss zur Aufholdjagd gewesen sein.

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