Lieberknecht trotzt Enttäuschung: "Beide Teams Aufstiegskandidaten"

Der 1. FC Kaiserslautern führte beim Spitzenreiter mit zwei Treffern, aber die Roten Teufel konnten das Ergebnis nicht über die Zeit retten. Trotzdem soll das 2:2-Unentschieden auf Schalke neue Kräfte für die Mannschaft von Torsten Lieberknecht freisetzen.

"Man darf enttäuscht sein"

Nach etwa 60 Minuten kam Ivan Prtajin in die Partie und sorgte mit einem Doppelpack für die komfortable 2:0-Führung des 1. FC Kaiserslautern gegen den FC Schalke 04. Doch nach Abpfiff der Partie sprachen alle erwartungsgemäß nur über S04-Transfercoup Edin Dzeko, weil der 39-Jährige die königsblaue Aufholjagd einleitete. "Ich glaube, wenn man 2:0 führt und dann noch zwei Gegentore kassiert, darf man enttäuscht sein", gestand daher auch FCK-Coach Torsten Lieberknecht ein. Und mäkelte bei Dzekos Treffer: "Irgendwie steht er ja auch im berühmten Blickfeld des Torhüters. Aber wir können es jetzt nur vermuten."

In der Enttäuschung, ja gar dem Frust über den verspielten Coup gegen den Spitzenreiter, versuchte der 52-Jährige das Positive herauszupicken. "Das soll aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass wir in den vielen Minuten davor ein sehr, sehr gutes Auswärtsspiel gezeigt haben", legte sich Lieberknecht angesichts der Leistung seiner Mannschaft fest. "Wir haben zwei Tore geschossen, die normalerweise reichen könnten, aber sowohl wir als auch Schalke spielen eben in zwei Stadien, die immer wieder dafür sorgen, dass so eine Wucht entstehen kann." Oder anders gesagt: Nach dem Anschlusstreffer verlor Lautern die Nerven im Hexenkessel auf Schalke.

"Muss meine Mannschaft trotzdem sehr loben"

Das sah auch Lieberknecht ganz ähnlich, wenngleich der FCK-Coach die Situation diplomatischer ausdrückte. Allerdings wurmte den 52-Jährigen gleichermaßen der überschwängliche Jubel nach dem zweiten Tor. "Geht zurück in die eigene Hälfte, erwartet den Anstoß und bleibt einfach drin im Spiel", wünschte sich der Lautrer Cheftrainer angesichts der Tatsache, dass die Partie nach der 83. Spielminute noch kippte.

Lieberknecht blieb dennoch positiv: "Ich muss meine Mannschaft trotzdem sehr loben. Ich weiß, welcher Marathon uns in dieser Saison noch bevorsteht und ich glaube, beide Teams haben gezeigt, dass sie zu den Aufstiegskandidaten gehören." Kraft und Stärke könne der FCK daher auch aus dem Unentschieden beim Spitzenreiter ziehen. Und schon am kommenden Samstag (20:30 Uhr) geht es mit dem nächsten Spitzenspiel am Betzenberg weiter - mit der SV Elversberg zu Gast.

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