"Spiel fand ich sehr gut": Kniat lobt - und kritisiert den Schiedsrichter
Arminia Bielefeld tritt weiter auf der Stelle. Der Kellerkracher gegen Dynamo Dresden ging zwar nicht verloren, aber seit acht Spielen wartet die Mannschaft von Mitch Kniat inzwischen auf einen Sieg. Mit der Leistung des Unparteiischen war der Cheftrainer nach Spielschluss weniger zufrieden.
Sportdirektor gibt Kniat Rückendeckung
"Das Spiel meiner Mannschaft fand ich sehr gut", lobte Mitch Kniat den Auftritt der Ostwestfalen bei der SG Dynamo Dresden. Per Elfmeter kämpfte sich Arminia Bielefeld in der zweiten Halbzeit nach einem Rückstand zurück und verhinderte dadurch, dass der Abstiegskonkurrent vorbeizieht. Kniat war mit der Art und Weise zufrieden: "Wir waren griffig, haben viele zweite Bälle gewonnen und ganz viel umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben." Allerdings war auch dem 40-Jährigen bewusst, dass der Ertrag für den Aufwand zu wenig war.
"Im Endeffekt ist heute alles gut, außer das Ergebnis. Wenn du so spielst und am Ende auch so dominierst, dann muss auch irgendwann ein Dreier herauskommen", fand Kniat. So blieb Bielefeld zum achten Mal in Folge ohne Sieg, weshalb die Arminia mit einem Vorsprung von nur noch einem Zähler vor der Gefahrenzone stecken bleibt. Aber das Vertrauen in Kniat bleibt groß. "Man hat heute gesehen, dass eine Mannschaft auf dem Platz war, die total funktioniert, den Plan umsetzt und unheimlich viel investiert", betonte Sportdirektor Michael Mutzel, dass man "natürlich mit Mitch" weiterplanen wird.
"Man wird einfach mundtot gemacht"
Auch der Cheftrainer spürte das Vertrauen. "Die Rückendeckung spüre ich nicht nur jetzt in der Phase, sondern die habe ich auch zwei, dreimal öfter gespürt. Es ist eine schwierige Situation, trotzdem muss man ja immer bewerten, was wir Woche für Woche machen", fand der 40-Jährige. Der im Übrigen nur mit der Leistung von Schiedsrichter Felix Wagner haderte. Zu Beginn des zweiten Durchgangs bekam SGD-Abwehrspieler Alexander Rossipal die Kugel vermeintlich an den Arm, was für Kniat ein Handspiel war. Über den persönlichen Austausch mit dem Unparteiischen ärgerte sich der Arminia-Coach: "Was man am Ende zu hören bekommt, ist schon wirklich krass. Man wird einfach mundtot gemacht und am Ende wird gesagt, dass man die Emotionen herunterschrauben soll."
Nachtragend wollte Kniat allerdings nicht sein. "Ich habe schon Dinge an den Kopf geschmissen bekommen, die nicht so cool waren, aber ich mache es ja umgekehrt genauso. Das gehört zum Fußball dazu. Danach gibt man sich die Hand, überlegt ob es richtig war und dann bin ich meistens auch derjenige, der sagt 'okay alles klar'", bekräftigte der 40-Jährige. Emotional soll es hingegen wieder am kommenden Sonntag werden, wenn der nächste Abstiegskracher ansteht. Zuhause empfängt Bielefeld die Braunschweiger Eintracht.