"Bin stinksauer": Eggimann vermeidet Bekenntnis zu Eichner
Der Druck auf Christian Eichner wächst. Am Freitagabend kassierte der Karlsruher SC beim 1. FC Nürnberg eine deutliche 1:5-Niederlage. Aus den vergangenen zehn Spielen holten die Badener nur einen Sieg. Ein klares Trainerbekenntnis vermied Geschäftsführer Sport Mario Eggimann im Gespräch mit "Sky".
Keine Frage der Haltung
Eine Frage der Einstellung sei es nicht gewesen, erklärte Eichner nach der Partie, vielmehr habe "dilettantisches Abwehrverhalten" den Ausschlag gegeben: "Da müssen wir nicht drum herumreden. Grundsätzlich ist uns heute auf allen Positionen der letzte Verteidigungswille abgegangen. Wenn wir das nicht abstellen, wird es sehr schwierig."
Sportgeschäftsführer Mario Eggimann zeigte sich über die schwachen Vorstellung verwundert: "Ich verstehe es nicht. Wir hatten eine gute Energie, das habe ich in der Kabine gespürt." Der KSC sei ordentlich ins Spiel gekommen, "die ersten 20 Minuten waren okay. Danach machen wir ganz einfache Fehler. Nürnberg hat uns gezeigt, wie es geht. Sie waren mutig, hatten Leidenschaft – und von uns kam in diese Richtung gar nichts."
"Das geht gar nicht. Ich bin stinksauer"
Am Ende müsse sich jeder hinterfragen, betonte der Schweizer: "Im Vorfeld wurde viel erzählt, davon habe ich auf dem Spielfeld nichts gesehen. Das geht gar nicht. Ich bin stinksauer. Ich erwarte von allen, dass sie sich zu 100 Prozent für diesen Verein einsetzen, wenn sie dieses Trikot tragen. Das habe ich heute nicht bei jedem gesehen."
Mehrfach auf Eichners Zukunft angesprochen, vermied Eggimann ein klares Bekenntnis zum Trainer. Man spüre "aktuell keine Tendenz, dass wir viele Punkte holen“" Alles Weitere solle am Samstag intern besprochen werden: "Ich will, dass sich jeder heute Abend Gedanken macht, was wir gezeigt haben."
Eichner selbst wollte seine Person nicht in den Mittelpunkt stellen: "Über alles andere zerbreche ich mir den Kopf, aber nicht über mich." Wichtig sei es nun, die Mannschaft wieder auf Kurs zu bringen und ihr den Halt zu geben, "den ich ihr über sechs Jahre gegeben habe. Ich habe so viele Stürme erlebt, dass mich so etwas in dieser Liga nicht ins Wanken bringt. Ich werde für die Mannschaft da sein, bis mir irgendjemand sagt, dass ich das nicht mehr soll."