DFB sperrt Kniat nach Platzverweis für ein Spiel
Arminia Bielefeld muss im Abstiegskampf ein Spiel ohne Cheftrainer Mitch Kniat auskommen. Der 40-Jährige wurde nach seiner Roten Karte im Spiel gegen den VfL Bochum für ein Spiel gesperrt und fehlt der Arminia damit beim Auswärtsspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern.
"Die Schiris nutzen eine Grauzone für sich"
Das DFB-Sportgericht gab die Sperre am Dienstagnachmittag bekannt. Neben dem Innenraumverbot muss Kniat zudem eine Geldstrafe in Höhe von 3.000 Euro zahlen. Der DFB wertete Kniats Verhalten nach dem 1:1 gegen Bochum als "unsportlich". Kniat hatte sich nach Abpfiff bei Schiedsrichter Tobias Stieler darüber beschwert, dass die letzte Aktion des Spiels vorzeitig abgepfiffen wurde.
"Ich bin zu ihm hingegangen und meine Worte waren wortwörtlich: 'Ich finde es geisteskrank, dass die letzte Aktion abgepfiffen wird'. Also nichts über ihn - oder sonst was", hatte Kniat im Nachgang der Partie erklärt. Der 40-Jährige warb in der Folge für mehr Verständnis für Emotionen. "Die Schiris nutzen eine Grauzone für sich, aber eine Grauzone für den Trainer oder die Spieler mal zu erlauben, das gibt's nicht", so Kniat.
"Trifft mich brutal hart"
Für Arminia kommt die Sperre zu einem ungünstigen Zeitpunkt: Zwei Spieltage vor Saisonende steckt der Aufsteiger mitten im Abstiegskampf. Mit 36 Punkten beträgt der Vorsprung auf die Abstiegsränge derzeit zwei Zähler. Im Auswärtsspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern am kommenden Freitag muss Bielefeld nun ohne seinen Cheftrainer auskommen. "Das trifft mich brutal hart", kommentierte Kniat diesen Umstand im Nachgang des Bochum-Spiels. Immerhin: Im letzten Saisonspiel gegen Hertha BSC am 17. Mai wird Kniat wieder auf der Trainerbank Platz nehmen dürfen.