"Pushen, nicht erdrücken": Fürth mit vollem Fokus vor dem Endspiel

Die SpVgg Greuther Fürth steht vor dem wichtigsten Spiel der vergangenen Jahre. Es geht um nicht weniger als die Existenz in der 2. Bundesliga. Dennoch geht es für Trainer Heiko Vogel darum, die richtige Balance zu finden.

Keine Verabschiedung von Spielern

Der Druck auf dem letzten Saisonspiel könnte nicht größer sein. Fürth muss gegen Fortuna Düsseldorf am Sonntag unbedingt gewinnen, um den Abstieg in die dritte Liga zu verhindern. Um den maximalen Fokus auf dieses Endspiel zu legen, wird es vor dem Anpfiff keine offiziellen Verabschiedungen von Spielern geben, die den Verein im Sommer verlassen. "Wir wollen uns maximal optimal vorbereiten", begründete Trainer Vogel die Entscheidung, die im Einvernehmen mit den Profis getroffen wurde. "Das soll nicht so rüberkommen, als hätten wir nicht daran gedacht oder wüssten das nicht zu schätzen. Aber die Spieler wollten es auch so", ergänzte er.

Welch enorme Bedeutung diese Partie hat, sei allen Spielern bewusst, versicherte der 50-Jährige. "Es ist zu erkennen, dass man noch eine Schippe drauflegt. Ein bisschen wachsamer und fokussierter ist. Alle wissen, um was es geht." Ein Abstieg hätte weitreichende Konsequenzen, nicht nur für die Mannschaft und das Trainerteam. "Mir ist auch menschlich bewusst, dass damit Schicksale verbunden sind – nicht nur rund um das Spielfeld, sondern auch auf der Geschäftsstelle", betonte Vogel. Deshalb gehe er die Aufgabe „mit maximaler Sorgfalt und Respekt“ an.

"Werden nicht kopflos attackieren"

Im letzten Heimspiel kann Fürth auf die volle Unterstützung seiner Fans zählen. Der Sportpark Ronhof ist ausverkauft. Diesen Rückhalt will die Vogel-Elf in positive Energie umwandeln, um den Kopf noch auf der Schlinge zu ziehen. Eine maximale mentale Herausforderung, der sich die Spieler stellen müssen. "Druck ist da. Aber er soll pushen und nicht erdrücken." Aus personeller Sicht sind keine weiteren Ausfälle zu vermelden. Das Aufgebot der vergangenen Wochen muss er richten.

Die Ausgangslage ist klar. Fürth muss gewinnen und darauf hoffen, dass Bielefeld gegen Hertha BSC verliert, um den Relegationsplatz noch zu erreichen. Bei einem Sieg mit drei Toren Differenz würde das Kleeblatt an der Fortuna vorbeiziehen. Dennoch warnt Vogel davor, zu stürmisch in die Partie zu gehen: "Es ist nicht damit verbunden, dass man kopflos attackiert und versucht, das gewünschte Ergebnis in den ersten zehn Minuten herzustellen. Wir sind uns bewusst, dass wir andere Mannschaften unter Druck setzen müssen." Die Ergebnisse der parallel stattfinden Spiele werden im Stadion nicht angezeigt. Auf der Trainerbank werde man sich aber über die Spielstände auf dem Laufenden halten, um entsprechend reagieren zu können.

 

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