Klassenerhalt bei Kutschke-Abschied: "Freut mich am meisten"

Dank einer formstarken Rückrunde hat Dynamo Dresden den Klassenerhalt geschafft. Vielleicht etwas verspätet, wie Cheftrainer Thomas Stamm in seinem abschließenden Fazit zur Saison anmerkte. Kapitän Stefan Kutschke bekam derweil seinen wohlverdienten Abschied.

"Das ist verrückt"

Nach der Hinrunde stand Dynamo Dresden mit gerade einmal 13 Punkten am Tabellenende. Cheftrainer Thomas Stamm bekam das Vertrauen ausgesprochen, stattdessen wurde mit Sören Gonther ein neuer Sportchef geholt. Noch vor dem Winter-Trainingslager war sich der Fußballlehrer dann sicher, dass der Klassenerhalt gelingen wird - so die eigene Einschätzung. Und am Ende behielt Stamm auch recht. "Wir hätten das gerne auch zwei, drei Wochen früher hinbekommen", gab der Schweizer dazu an. "Trotzdem bin ich unglaublich stolz, wie wir die Rückrunde gestaltet haben, wie die Jungs alle Widerstände von Außen einfach weggeschoben haben."

In der zweiten Saisonhälfte holte die SGD satte 28 Punkte aus den 17 Partien, was in der Rückrunden-Tabelle den vierten Platz bedeutet. In Summe schließt der Aufsteiger die Spielzeit somit auf Rang 11 ab. "Wie gesagt, vielleicht zwei, drei Wochen zu spät, weil frühere Möglichkeiten da gewesen wären. Am Ende ist es aber eigentlich völlig egal, weil es auch zeigt, wie ausgeglichen die Liga ist", so Stamm. "Du spielst am letzten Spieltag um den Verbleib in der Liga und wirst am Ende Elfter. Das ist verrückt, aber wir freuen uns natürlich extrem."

Kutschke fühlt "Chaos von oben bis unten"

Vincent Vermeij sorgte mit einem Doppelpack (14./36.) für frühe Klarheit bei der SGD. Auch die anderen Plätze spielten mit, sodass die Sachsen kaum noch unter Druck gerieten. "Ich habe dann irgendwann um die 60. Minute herum ein paar Infos bekommen, dass es sehr deutlich für uns läuft. Und dann hilft das auch zumindest bei der ein oder anderen Entscheidung", erklärte Stamm, der noch eine besondere Einwechslung bereithielt. SGD-Kapitän Stefan Kutschke erhielt seinen wohlverdienten Abschied im Rudolf-Harbig-Stadion nach 189 Pflichtspielen in zwei Amtszeiten.

"Er hat es verdient, heute noch einmal zu spielen. Es waren zu wenige Minuten, aber er hat sich das verdient und das war eigentlich mit das Wichtigste heute, dass, wenn wir führen, dass wir das wissen", fand Stamm. Der 37-jährige Mittelstürmer kam in der 74. Spielminute zum letzten Mal von der Bank. Am Saisonende wird Kutschke seine Karriere beenden, in dem Wissen, dass Dresden den Klassenerhalt erreicht hatte. "Bei mir ist Chaos von oben bis unten. Die meiste Freude habe ich aber wegen des Klassenerhalts", so der Angreifer. Zum Schluss blickte Stamm dann noch positiv voraus: "Es freut mich für ihn und bin generell sehr stolz, wie wir das in den letzten Wochen und Monaten gemacht haben. Das sollte uns Mut, Kraft und Überzeugung für die nächsten Aufgaben geben." Denn jetzt kann ein weiteres Zweitliga-Jahr sicher geplant werden.

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