"Ergebnis wird ein Fundament": Fürth für Relegation bereit
Die SpVgg Greuther Fürth hat sich in die Zweitliga-Relegation gerettet. Wie geht das Kleeblatt jetzt mit der Chance um, die sich in den beiden Spielen gegen Rot-Weiss Essen bietet? Am Freitagabend (20:30 Uhr) ist die Mannschaft von Heiko Vogel zunächst an der Hafenstraße gefordert. Der Cheftrainer rechnete mit einem Hexenkessel.
"Das Spiel beginnt bei Null"
Fünf Spiele bestritt Heiko Vogel bereits als Cheftrainer gegen Rot-Weiss Essen. Gewinnen konnte der 50-Jährige noch nicht, aber seine Erfahrungen sollen der SpVgg Greuther Fürth in der Zweitliga-Relegation helfen. "Uns erwartet morgen ein Hexenkessel", stellte sich Vogel auf die größtmögliche Gegenwehr im gegnerischen Stadion ein. "Wer die Hafenstraße kennt, der weiß, dass das ein schönes Stadion ist, in dem eine Fußballstimmung herrscht. Das kann positiv und negativ für beide Mannschaften sein." Einen kühlen Kopf zu bewahren, wird die Aufgabe der Fürther sein. Denn eine Favoritenrolle gibt es bekanntlich in der Zweitliga-Relegation nicht.
Seit der Wiedereinführung der Entscheidungsspiele wird es das 18. Aufeinandertreffen von Zweit- und Drittligist sein. Fünf Mal setzte sich das klassenhöhere Team durch, noch nie gewann die Zweitliga-Mannschaft zwei Jahre in Folge die Relegation. Letzte Saison setzte sich allerdings Braunschweig gegen Saarbrücken durch. Ein schlechtes Vorzeichen für Vogel? "Das Spiel beginnt bei Null, das Spiel beginnt mir 22 Spielern. Wer Favorit ist, ist mir völlig wurscht", erklärte der 50-Jährige. Zumal am Freitagabend noch keine Entscheidung fallen wird, ist es doch erst das Hinspiel.
"Sie wissen, wie das geht"
"Egal, welches Ergebnis auf welcher Seite kommt, keine Mannschaft wird sich morgen für irgendetwas qualifizieren", so Vogel. "Morgen ist die erste Halbzeit und es gibt ein Rückspiel, in dem man Dinge, die schlecht gelaufen sind, versuchen kann, gerade zu biegen. Oder, wenn es gut gelaufen ist, zu verwalten." Dass Fürth auf den Punkt da sein kann, zeigte das Kleeblatt gegen Fortuna Düsseldorf. Die Fürther holten genau den 3:0-Sieg, den die Spielvereinigung für die Teilnahme an den Relegationsspielen brauchte. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.
In den Entscheidungsspielen geht es einmal mehr um alles. "Du musst in 180 Minuten ein Tor mehr erzielen als der Gegner, wenn es denn 180 Minuten sein sollten. Das morgige Ergebnis wird ein Fundament", erklärte Vogel, der keine Müdigkeit bei seiner Mannschaft verspürte. Das Spiel gegen Düsseldorf habe emotional, mental und physisch viel abverlangt, aber auch Kräfte freigesetzt. Dass es noch einmal so laufen kann, davon ging Vogel aus: "Aber wir spielen nicht gegen die Fortuna, sondern gegen Rot-Weiss Essen. Das ist ein anderer Gegner, der mit einem anderen Mindset kommt. Aus zwölf Spielen haben sie neun Siege geholt, also wissen sie, wie das geht." In seine Taktik und Aufstellung wollte sich der Fürther Coach daher nicht einblicken lassen.